Über 150 selbstproduzierte Podcasts und gefühlte 5000 Hörsendungen von Podcastkollegen, Trainern, Radiomoderatoren inspirieren mich jetzt, der Einladung zur Blogparade von Christian Gursky (http://www.gursky.de) zu folgen. Er fragt:

“Was sind die drei wichtigsten Dinge, die ein Podcast bieten muss, damit Du ihn gerne hörst?”

home-02-podcast-picSeit 2008 gibt es meine Podcasts – mit 60 Folgen „Das Abenteuer Stil und Etikette“ hat alles begonnen – den gibt es bei mir auf der Web-Site zum Download -,

 

HH-Podcast-Charisma-neudann ging es 2010 mit „Charisma & Persönlichkeit“ weiter…. das sind auch schon 91 Folgen… weitestgehend sehr gute bis spitzenmäßige Rezensionen, aus denen ich natürlich auch sehr viel gelernt habe.

Meine 3 Tipps für einen beliebten Podcast mit Wiedererkennungswert:

1. Zuhören mit Spaß

Mit einer angenehmen, ruhigen (nicht einschläfernden), entspannten Stimme fesseln wir den Zuhörer. Monotonie in der Stimme oder auch, wenn der Text abgelesen wirkt, lässt uns abschalten – wenn es auch nicht die Stopp-Taste ist, so schalten wir mental mit unserer Zuhör-Präsenz ab. Ablesen an sich ist für mich nichts Negatives – wer schon häufiger Hörbücher gehört habt, genießt regelrecht abgelesene Texte – ich höre beispielsweise bei meinen langen Autofahrten gerne Hermann Hesse, Paulo Coelho etc. – diese Werke werden durchweg „abgelesen“, dennoch hängen wir mit voller Aufmerksamkeit machmal sogar wie hypnotisierst an den Erzählungen, sodass die Stunden auf der Fahrt verfliegen.

herz_3[fusion_builder_container hundred_percent=Oft hören wir ja nebenbei beim Joggen, Radfahren, Autofahren, in der U-Bahn/Bus die Hörsendungen. Also ist es von Vorteil, mit kurzen Sätzen die Inhalte prägnant rüber zu bringen, dass der Hörer auch nach Ablenkungen und kurzer Unaufmerksamkeit wieder einsteigen kann.

Den Zuhörer persönlich anzusprechen und einzubeziehen mit an ihn gestellten Fragen, um seine Meinung zu bitten, ist für mich auch sehr wichtig. Ich versuche eine Verbindung aufzubauen, indem ich mich in seine Situation versetze, damit er spürt, dass die Informationen für ihn persönlich bestimmt sind. Ich spreche den Podcast, so wie ich auch meine Seminare und Vorträge halte: Nicht, um mein Ego auszuleben (auch wenn ich mich natürlich enorm über Anerkennung und Lob freue), sondern weil es mir Spaß macht, andere Menschen weiter zu bringen, glücklicher zu machen und sich selbst und der Welt ein Stück näher zu kommen. Das ist für mich der Weg in die persönliche Freiheit, in die wahre Freude und echte Selbstliebe.

Oft erhalte ich Mails von Podcasthörern – diese werden alle von mir beantwortet. Das entspricht für mich dem Wert der Menschlichkeit, der Wertschätzung und Achtung dem anderen gegenüber. Themenvorschläge von meinen Hörern nehme ich gerne an – hier spüren meine Hörer, dass ich Ihre Anliegen ernst nehme und gerne in die Kommunikation einsteige.

2. Der Erfolg liegt in der Vorbereitung

home-06-balanceAus meiner Sicht sollte ein Podcast gut vorbereitet sein. Das heißt, ich mache mir Gedanken, über was ich sprechen möchte, was mich aktuell interessiert, was mich berührt – hier versuche ich Pro und Contra darzustellen, verschiedene Sichtweisen mit einfließen zu lassen. So macht sich auch mein Hörer dazu Gedanken, kann viel eher nachvollziehen, wieso ich zu dieser oder jener Meinung komme. Eine Vielfalt von Themen, eine Unterschiedlichkeit der Inhalte, die Abwechslung und Vielfalt – das mögen meine Hörer bei meinen Sendungen. Sie sagen: „Ich frage mich, worüber will Frau Holz eigentlich noch sprechen, es ist doch alles gesagt – und doch überrascht sie immer wieder mit neuen Gedanken, mit weiteren interessanten Aspekten.“

Mit liegt es fern zu missionieren, doch kann ich durch Geschichten, durch Geschehen, durch Praxisbeispiele oder auch durch zugrundeliegende Studien oft deutlich machen, wieso es sich für die eigene persönliche Weiterentwicklung lohnt, das ein oder andere zu überdenken, zu reflektieren und authentisch im Einklang mit der eigenen Persönlichkeit zu wachsen.

3. Qualität auf allen Ebenen

Meine Podcasts erscheinen regelmäßig! Im 2-3 Wochen-Rythmus können meine Hörer auf eine neue Sendung gespannt sein. Bei mir gibt es keine unangekündigten Podcast-Pausen, nach dem Motto: Freuen Sie sich schon auf die nächste Sendung, da geht es um jenes und dieses Thema… – Und dann hören die Abonnenten moooonatelang nix von mir… das ist für mich vorgelebte Unzuverlässigkeit. Ich kann nicht Wasser predigen und Wein trinken, wie es so schön heißt: Ich vermittle als zentrales Thema „Persönlichkeit“ – hier geht es um Verlässlichkeit, Stetigkeit, innere Stärke und Stabilität, Motivation, Vertrauen, Verbindlichkeit und und und…. – also lebe ich genau das vor, soweit es mir möglich ist. Und wenn ich eine Podcast-Pause plane (kam noch nie vor), dann kündige ich das an, um genau diese Werte auch authentisch zu transportieren. Meiner Ansicht nach drücke ich auch damit, mit solchen vermeintlichen Kleinigkeiten, meine Wertschätzung und Achtung vor meinen Hörern aus – und das ist eine Sache der wertschätzenden Umgangsformen: Wie achtsam ist mein Umgang mit den anderen Menschen, meinem Umfeld?

Bildschirmfoto 2014-08-18 um 10.54.41Die Technik ist für mich auch ein wichtiger Punkt. Hörsendungen, die sehr schlecht zu verstehen sind, werden nur ungern gehört. Gerade weil Podcasts sehr häufig „nebenbei“ gehört werden, niemand seinen Kopfhörer extra tief ins Ohr pressen oder sich besonders nahe an eine Lautsprecherbox setzen möchte, meist auch Nebengeräusche vorhanden sind (Auto, Natur, Stimmen im Umfeld), ist die Tonqualität von Bedeutung. In einer digitalen Welt, in der kein Kratzen und Rauschen der Sendungen im Radio oder beim Hören der Schallplatte wahrzunehmen  ist, fallen hier Misstöne und Mängel besonders auf.

Ja, das sind für mich die drei wichtigsten Punkte. Jetzt bin ich gespannt, was für euch wichtig ist – ich freue mich über eure Meinung und euer Feedback :-)[/fusion_builder_column][/fusion_builder_row][/fusion_builder_container]