Eine wunderbare Geschichte: Die Blume der Kaiserin

Wahrhaftig sein… den Schatten integrieren…

Ein wunderbares Märchen, welches uns immer wieder an unsere eigene Ehrlichkeit erinnern darf… 🙂 Wie viel einfacher erscheint es uns manchmal, es mit der Wahrheit nicht so ganz ernst zu nehmen. Vielleicht, um Fehler und Unzulänglichkeiten zu verdecken, vielleicht, um ein Ziel zu erreichen – vielleicht auch, um wie hier in der Geschichte jemanden zu beeindrucken, jemanden von uns zu überzeugen. – Stehe ganz zu dir, zu deinen Sonnen-und Schattenseiten, zeige dich in deiner Vollkommenheit, zu deiner Ganzheit. Das macht deinen Erfolg auf allen Ebenen aus!

Die Blume der Kaiserin

copyright by René Sputh, www.sputh.de

copyright by René Sputh, www.sputh.de

Einst lebte im alten China ein junger Prinz, der zum Kaiser gekrönt werden sollte. Zuvor jedoch musste er heiraten, weil es das Gesetz so vorschrieb. Da es darum ging, die künftige Kaiserin auszuwählen, musste der Prinz ein Mädchen finden, dem er blind vertrauen konnte.

Dem Rat eines Weisen folgend, ließ er alle jungen Frauen der Gegend in seinem Palast zusammenrufen und sprach zu ihnen: „Ich werde jeder von euch einen Samen geben. Diejenige, die mir in sechs Monaten die schönste Blume bringt, wird die zukünftige Kaiserin von China sein.“

Nun waren unter den geladenen jungen Frauen viele schöne und reiche zu finden, aber auch die Tochter des Palastgärtners, die den Prinzen schon viele Jahre heimlich liebte. Auch sie erhielt ein Samenkorn und ging glücklich damit nach Hause. Jeden Tag hegte und pflegte sie nun das Korn, sorgte für Dünger, Wasser, stellte es ins Sonnenlicht und nährte es mit all ihrer Hingabe und Liebe, die sie für den Prinzen empfand.

Drei Monate vergingen, und nichts keimte. Die junge Frau versuchte alles, sprach mit vielen Gärtnern und Bauern, doch keiner der Ratschläge führte zum Erfolg. Ihre Liebe war indes so lebendig wie eh und je. Schließlich waren die sechs Monate vergangen und in ihrem Blumentopf war trotz all ihrer Bemühungen nichts gewachsen.

Am Tag der erneuten Audienz erschien die junge Frau mit ihrem Blumentopf ohne Pflanze und sah, dass die anderen Bewerberinnen großartige Ergebnisse erzielt hatten. Jede hatte eine Blume und eine war schöner als die andere.

Dann nahte der entscheidende Augenblick. Der Prinz kam herein und sah eine Bewerberin nach der anderen eindringlich an. Anschließend verkündete er das Ergebnis: Er zeigte auf die Tochter des Gärtners als seine zukünftige Frau. Die anderen Frauen murrten und fragten, weshalb er denn ausgerechnet jene erwählt hatte, der es nicht gelungen war, eine Pflanze zu ziehen.

Da erklärte der Prinz ruhig seine Wahl: „Sie war die einzige, die eine Blume gezogen hat, die sie würdig macht, Kaiserin zu werden – die Blume der Ehrlichkeit. Alle Samen, die ich verteilt habe, waren unfruchtbar und konnten unmöglich Blumen hervorbringen.“

(Quelle unbekannt)
By |Oktober 25th, 2016|

Menschen, die uns schaden und die wir meiden sollten

Giftige Beziehungen erkennen und lösen

„Er bricht mir das Herz“, „Mein Chef verursacht mir Magengeschwüre“, „Sie macht mich verrückt“ oder „Diese Beziehung bringt mich um“ – Kennen Sie diese oder ähnliche Aussagen? Das Schlimme: Diese unheilverkündenden Aussagen werden nicht selten zur erschreckenden Realität. Psychische Gifte wirken sich negativ auf unsere Gesundheit aus. Daher nenne ich diese toxischen Menschen in unserer Umgebung „Seelenzerstörer“.

Was genau ist ein „Seelenzerstörer“?

pair-707505-kopieVersuchen wir es mit einer Situationsbeschreibung: Wenn Sie mit einem „Seelenzerstörer“ Kontakt hatten, hinterlässt das in Ihnen meist ein mieses Gefühl im Bauch.

Oft können Sie gar nicht sagen, was es genau war.

Aber instinktiv wissen Sie, dass Ihnen der Kontakt nicht gutgetan hat. Sie fühlen sich beschmutzt, erniedrigt, ausgenutzt oder über den Tisch gezogen.

Die Begegnung war eben giftig. So als ob Sie einer giftigen Substanz ausgesetzt wären.

Erst im Nachhinein, wenn wir darüber nachdenken – oft auch noch später, wenn wir uns von diesem „Seelenzerstörer“ gelöst und distanziert haben, können wir deutlich erkennen, was diese Menschen tun, um unser Gefühlsleben zu vergiften.

So verhalten sich giftige Zeitgenossen:

  • Sie beginnen oft einen Streit, wo ein einfaches, klärendes Gespräch die Sache in einer Minute aus der Welt geschafft hätte.
  • Sie sind oft verbohrt, uneinsichtig und unbelehrbar. Sie sind gar nicht daran interessiert, die Sichtweise des anderen zu sehen und zu verstehen.
  • Sie haben selten Schuldgefühle, wenn sie andere verletzt haben. Ihr Gefühl für richtig oder falsch ist schlecht ausgeprägt. Sie selbst haben Recht, die anderen Unrecht.
  • Sie verhalten sich häufig grenzüberschreitend und übergriffig. Sie tun Dinge, die ihnen einfach nicht zustehen und zu denen sie kein Recht haben.
  • Sie haben oft konkrete Erwartungen an unser Verhalten, ohne diese Erwartungen auszusprechen. Erfüllen Sie nicht diese unausgesprochenen Erwartungen, werden Sie dafür bestraft.
  • Sie erzeugen emotionalen Druck, indem bei uns Schuldgefühle ausgelöst werden. Ein toxischer Mensch beschimpft Sie beispielsweise, Sie wären ein schlechter Mensch, wenn Sie nicht nach seiner Pfeife tanzen.
  • Sie lügen, um eigene Interessen unter allen Umständen durchzusetzen. Hierbei werden Informationen weggelassen bzw. hinzugedichtet, oder gezielt Gerüchte gestreut.
  • Sie manipulieren andere Menschen, um ihre Interessen durchzusetzen. Dabei bedienen sie sich aller unsauberen Tricks. Sie lügen. Sie reden Ihnen nach dem Mund, indem Sie Ihnen das erzählen, was Sie hören wollen. Sie streuen Gerüchte, um Sie auf ihre Seite zu ziehen.
  • Sie verhalten sich oft eifersüchtig und missgünstig. Nach dem Motto: „Wenn ich es nicht bekomme, sollst du es auch nicht bekommen.“
  • Sie haben oft eine übersteigerte Anspruchshaltung an andere, ohne etwas zurückgeben zu wollen.
  • Sie nehmen selten Rücksicht auf andere Menschen, deren Bedürfnisse und Gefühle.

Achtung: Natürlich erkennen wir diese Eigenschaften manchmal auch bei uns selbst. Wir sind alle nicht perfekt, haben schwache Momente und wir machen Fehler. Deswegen sind wir nicht automatisch alle giftige Menschen und „Seelenzerstörer“.

Ein wirklich giftiger Mensch verhält sich dagegen überdurchschnittlich oft und ausgeprägt genau so wie beschrieben.

Diese beschriebenen Verhaltensmuster sind bei einem Menschen mit psychopathischen Zügen der Normalfall – und nicht die Ausnahme.

Wie gehen Sie am besten mit diesen giftigen Zeitgenossen um?

Sobald Sie spüren, dass Ihnen die Gegenwart, das Zusammensein und die Kommunikation mit dem anderen nicht gut tun, sich für Sie giftig anfühlt, halten Sie Abstand. Das ist eigentlich die natürliche, logische Reaktion.

Wenn Sie bei einem Spaziergang sehen, dass ein Bauer auf dem Feld Gift spritzt, drehen Sie sich sicher auch auf dem Absatz um und schlagen die andere Richtung ein. Sie gehen dem anderen aus dem Weg und lösen somit das Problem.

Doch was hindert mich bei einem giftigen Zeitgenossen, diese so einfache Lösung auch umzusetzen?

1. Ich muss erkennen, dass es sich um einen giftigen Menschen handelt

Um einen Giftzwerg zu erkennen, benötigen Sie ein gesundes Selbstbewusstsein und eine starkes, waches Selbst. Giftige Menschen verstehen es perfekt, Ihnen einzureden, dass SIE das Problem sind, dass es an IHNEN liegt, wenn Sie Schwierigkeiten miteinander haben.

Oft dauert es erstaunlich lang, bis Sie begreifen, dass nicht Sie das Problem sind, sondern der andere. Viele Menschen leben jahrelang mit ihrem Partner zusammen, bis sie irgendwann erkennen, dass ihr Partner Gift für sie ist. Manche haben über einen sehr langen Zeitraum Probleme mit ihrem Chef, bis sie begreifen, dass nicht sie die Quelle der Probleme sind, sondern dass der Chef ein Mensch mit psychopathischen, giftigen Eigenschaften ist.

Der erste Schritt ist also die Erkenntnis: Der andere ist Gift für mich.

2. Einigen Menschen kann ich aus dem Weg gehen. Anderen nicht.

Partner, Familienmitglieder, Kollegen, Vorgesetzte, Mitarbeiter, Nachbarn, Vereinsmitglieder, Freunde des Partners. Einigen können Sie sicherlich aus dem Weg gehen. Sie können Verbindungen auch komplett kappen. Doch gibt es immer wieder Menschen, denen wir nicht komplett aus dem Weg gehen können.

Für den Kontakt mit diesen Menschen gelten die folgenden Anregungen:

Nicht persönlich nehmen

Das ist der anspruchsvollste und gleichzeitig wichtigste Tipp. Wie soll ich bestimmte Aussagen und Verhaltensweisen nicht persönlich nehmen, wenn der andere sein gesamtes Gift auf mich versprüht? Das ist schwer. Sehr schwer.

Doch das genau ist der einzig richtige Weg. Je persönlicher Sie die Sache nehmen, desto emotionaler reagieren Sie.

Ein giftiger Zeitgenosse lebt genau von Ihren emotionalen Reaktionen. Das ist regelrecht seine Nahrung. Sie sind wie Energievampire, die Ihre emotionale Energie trinken und Sie leer zurücklassen. Und genau das dürfen Sie nicht zulassen.

Hinzu kommt: Wenn wir uns persönlich angegriffen fühlen, neigen wir oft zu Rachegefühlen. Wir wollen es dem anderen zurückzahlen. Das aber setzt eine Eskalations-Spirale in Gang.

Auch wenn es schwer ist – verdeutlichen Sie sich immer wieder: Es geht hier nicht um Sie, um Ihre Persönlichkeit, um Ihr Selbst, Ihren Wert als Mensch. Es geht um die Sache.

Der andere will die persönliche Ebene erreichen, um Sie zu schwächen. Und genau das lassen Sie nicht zu.

Die eigene Seele schützen

stones-969491-kopieGiftige Zeitgenossen fahren große Geschütze auf. Die Munition dieser Geschütze ist in der Regel pure Emotion. Diese Munition tut auf der Seelenebene weh – und genau das beabsichtigen diese Giftzwerge:

  • Sie beleidigen den anderen auf der persönlichen Ebene.
  • Sie tun verletzende Dinge.
  • Sie beschuldigen den anderen.

Wichtig ist, diese psychischen Angriffe genau zu erkennen, zu analysieren und zu verarbeiten. Hilfreich sind hier auch Gespräche mit anderen, mit einem Coach – einfach Außenstehenden, die davon nicht betroffen sind und somit eine neutralere Position einnehmen. Als Betroffener stehen wir oft wie im Nebel, erkennen nicht das genaue Ausmaß der Dinge.

Leitfragen für die Verarbeitung der emotionalen Angriffe sind:

  • Welches Gewicht will ich den Aussagen eines Menschen geben, der mir offensichtlich nur schaden will?
  • Was wurde nur gesagt, um mich gezielt zu verletzen?
  • Was von dem, was gesagt wurde, entspricht der Wahrheit, und was ist so gar nicht gewesen?
  • Welche Schlussfolgerungen, die gezogen wurden, sind meines Erachtens nicht richtig und gültig?
  • Wofür will ich tatsächlich die Verantwortung übernehmen und mich vielleicht sogar entschuldigen?

Es gilt also, emotionale Gespräche ein bisschen auseinanderzupflücken und das Gift von der Realität zu trennen.

Auf diese Art und Weise erkennen wir den giftigen Menschen noch genauer, wir durchschauen, wie dieser wirklich tickt.

Klare Grenzen ziehen

Giftige Zeitgenossen verhalten sich nicht selten grenzüberschreitend und übergriffig. Sie tun Dinge, die ihnen nicht zustehen. Sie vermeiden es, sich an Vereinbarungen zu halten. Wertschätzung und ein achtsamer Umgang sind Fremdworte für sie.

In diesem Fall gilt es, klare und deutliche Ansagen zu machen.

Beispiel:

„Wir haben vereinbart, dass Sie die Rechnung bis 1. Oktober bezahlen. Trotz mehrmaliger Aufforderung haben Sie den Betrag bis heute nicht überwiesen. Wenn der Betrag nicht in genau acht Tagen auf meinem Konto eingegangen ist, schalte ich einen Anwalt ein.“ 

Das ist eine klare Ansage, die nur die Fakten und die Konsequenzen beschreibt. Wichtig ist, nur Fakten zu benennen und bei dem zu bleiben, was wirklich gewesen ist. Eigene Interpretationen haben hier nichts zu suchen. Die klare Ansage der Konsequenzen, wenn das übergriffige Verhalten nicht korrigiert wird oder der Vorfall nochmals vorkommt, ist auch sinnvoll.

Mit giftigen Zeitgenossen muss man klar und deutlich reden. Dabei möglichst ohne Bewertungen und Emotionen. Hier zählen nur Fakten.

Auf eigene Ziele fokussieren

Ein toxischer Mensch verstrickt Sie schneller als Sie denken in ein Netz aus Behauptungen, Erpressungen, Lügen, Schuldgefühlen, Vorwürfen, Jammerei, Selbstmitleid und vielen anderen Dingen.

Hier ist es ziemlich schwer, einen klaren Kopf zu behalten. Oft reagieren wir selbst ungeschickt, indem wir uns auf die gleiche Ebene begeben wie der Giftzwerg. Wir schlagen auf die emotionale Art zurück. Doch auf diesem Spielfeld sind wir diesen Zeitgenossen in der Regel hoffnungslos unterlegen. Er hat einfach mehr Übung.

Es gibt hier einen einfachen Weg, die eigenen Gedanken immer wieder in die richtige Richtung zu lenken. Dabei helfen folgende einfache Fragen:

  • Was genau will ich erreichen?
  • Was ist mein Ziel?
  • Was ist das Endergebnis, das ich ansteuere?

Mein Ziel in einem Erbstreit mit giftigen Menschen könnte zum Beispiel sein, den eigenen Erbanspruch durchzusetzen, ohne selbst zu unfeinen Mitteln zu greifen.

Mein Ziel in einem Streit mit einem giftigen Nachbarn könnte es zum Beispiel sein, dass wir wieder zu einem neutralen Verhältnis finden.

Mein Ziel mit einem giftigen Vorgesetzten könnte sein, den Rückhalt meiner Kollegen und des Betriebsrats zu gewinnen und gemeinsam eine Versetzung des Vorgesetzten zu erwirken oder mir binnen 6 Monaten einen neuen Arbeitsplatz zu suchen.

In sehr schwierigen, verfahrenen Situationen kann es auch ein Ziel sein, eine aufrechte Haltung zu bewahren bzw. sich psychisch und mental zu schützen.

Das Ziel im Umgang und im Gespräch mit giftigen Zeitgenossen ist enorm wichtig – es ist das, was uns den Halt während des Gesprächs gibt. Das Konzentrieren auf dieses Ziel während des Gesprächs lässt Sie emotional auf eine höhere Ebene steigen. Sie können die Situation eher von oben mit einem gewissen Abstand betrachten.  Das lässt Sie eher durchatmen und bedacht-vernünftig reagieren.

Somit können Sie Dinge tun und Aussagen treffen, die Sie Ihrem Ziel näherbringend. Sie bleiben dabei der aktive Teil und  haben die Fäden selbst in der Hand. Wichtig hierbei ist, dass das gesteckte Ziel realistisch ist. Ansonsten schwächen Sie ganz schnell Ihre Position, da der Giftzwerg Ihr Ziel schneller aushebeln kann.

Zusätzlich sollte Ihr Ziel natürlich immer ethisch-moralisch einwandfrei sein. Also ein konstruktives und lebensdienliches Ziel sein. Setzen Sie sich beispielsweise nicht zum Ziel, jemandem zu zeigen, wo der sprichwörtliche Hammer hängt. Denn Sie sind ja nicht der giftige Zeitgenosse. Das ist der Unterschied.

Das eigene schlechte Gewissen bändigen

ap4ad89f7e57307_xsEs ist eine wunderbare Charaktereigenschaft, anderen gegenüber ein ausgeprägtes Mitgefühl zu zeigen. Doch im Umgang mit einem toxischen Menschen kann dieses Mitgefühl schnell zur Falle werden. Dieser Mensch wird das ganz einfach nur ausnutzen. Er wird Ihnen etliche Erklärungen und Entschuldigungen liefern, warum er so ist, wie er ist.

Das kann dazu führen, dass Sie dem giftigen Menschen gegenüber ein schlechtes Gewissen entwickeln, denn er hat „er ja nicht leicht und ist ganz arm dran“.

Das ist er auch. Er ist arm dran. Wenn man in der eigenen Destruktivität gefangen ist, ist das bestimmt ganz fürchterlich. Aber wenn Sie jetzt ein schlechtes Gewissen entwickeln, weil Sie Ihre eigenen berechtigten Interessen durchsetzen oder dem Giftzwerg Grenzen aufzeigen, werden Sie diesem giftigen Zeitgenossen hilflos ausgeliefert sein. Dann sind Sie wie Wachs in seinen Händen. Und genau das dürfen Sie nicht zulassen.

Zeigen Sie Mitgefühl, doch bleiben Sie sich selbst und Ihrem Ziel absolut treu.

Unterstützung suchen

Der Umgang und die Gegenwart von Giftzwergen ist höchst anstrengend, kräftezehrend, aufwühlend und eine psychisch stark belastende Sache. Hier helfen Menschen, die uns wohlgesonnen sind, die uns zuhören und uns auf die Vernunftebene zurückholen. Menschen, die uns das Gefühl geben, das wir in Ordnung sind.

Im Umgang mit giftigen Menschen fangen wir nicht selten an, uns selbst in Frage zu stellen. Genau jetzt brauchen wir Menschen in unserem Umfeld, die uns diese Selbstzweifel nehmen, die uns bestätigen, stärken – einfach Zuneigung und Liebe.

Auch auf der Sachebene ist Unterstützung sehr wichtig und hilfreich. Neben den emotionalen Belastungen müssen Fakten geklärt werden. Im Konflikt zwischen Nachbarn, wo die Grundstücksgrenze tatsächlich verläuft. Im Streit mit dem Exmann/-frau um den Besitz, um Unterhalten oder Besuchszeiten der Kinder.

Im Umgang mit giftigen Zeitgenossen gilt grundsätzlich, sich so viel Unterstützung wie möglich zu holen.

Der giftige Zeitgenosse will keinen Frieden

Friedliebende Menschen gehen davon aus, dass andere auch Frieden wollen. Doch das ist ein Trugschluss. Besonders diese giftigen Menschen suchen oft den Konflikt, den Streit, die negative Emotion, die Intrige. Gehen Sie also nicht davon aus, dass dem anderen auch an Frieden gelegen ist.

Mit diesem Fehldenken, dass der andere Frieden will, schätzen Sie die Reaktionen und das Tun des toxischen Menschen falsch ein und handeln aus dieser Annahme, dass wir es mit einem ähnlich Gesinnten zu tun haben, ungeschickt.

Machen Sie sich immer wieder klar: Der Giftzwerg will keinen Frieden. Er will viel eher Krieg. Auch wenn er verbal das Gegenteil behauptet.

Versuchen Sie nicht, den Giftzwerg zu überzeugen

Kennen Sie folgende Gedanken:

„Ach, wenn der andere doch endlich begreifen würde, dass er allen anderen das Leben so schwer macht.“ oder:

„Wenn ich ihm einfach meine Sichtweise begreiflich machen könnte.“

Dieser Wunsch und dieses Denken ist völlig normal und natürlich. Doch bei Giftzwergen absolut sinnlos. Toxische Zeitgenossen sind genau daran nicht interessiert, Ihre Sichtweise zu verstehen.

Diese Menschen wollen in Ihrem persönlichen Sumpf verbleiben, sie wollen Ihre Erklärungen nicht hören – hier ist Ihre gutgemeinte Überzeugungsarbeit vergeudete Energie.

Diese besondere Spezies der toxischen Menschen müssten sich dann selbst in Frage stellen – und genau das wollen und können sie nicht.

Der einzig richtige Weg für Sie: Setzen Sie Ihre Interessen durch und ziehen deutliche, klare Grenzen.

Sie werden den toxischen Menschen nie verstehen

Wenn sich ein Mensch so giftig-destrukiv verhält, sind wir normalerweise wie wie vor den Kopf gestoßen und völlig perplex. Wir fragen uns: „Warum tut der das bloß?“ 

Natürlich können wir uns eine Menge Gründe ausdenken:

  • Schwere Kindheit?
  • Nie eine Chance gehabt?
  • Viele Enttäuschungen?
  • Persönlichkeitsstörung?
  • Hat es schwer im Leben?
  • Ist ihm einfach langweilig?

Doch so gute und viele Gründe Sie sich ausdenken, warum sich der andere so giftig verhält – das hilft Ihnen nicht weiter – es nutzt nichts. Der andere ändert sich dadurch nicht.

Wir sind weder der Therapeut oder der Coach des giftigen Zeitgenossen. Es ist nicht unsere Aufgabe, ihn zu heilen.

Wenn sie versuchen, einen Giftzwerg zu verstehen, ist es verschwendete Energie, die Sie besser in folgende drei wichtigen Punkte investieren:

  • Wie kann ich meine Ziele in dieser Sache erreichen?
  • Wo sind meine Grenzen und wie kann ich diese deutlich machen und verteidigen?
  • Wie kann ich mich psychisch schützen?

Agieren anstatt reagieren

Mit Giftzwergen könnten Sie permanent in einen Schlagabtausch geraten:

Ihr toxisches Gegenüber tut etwas, was Sie nicht auf sich beruhen lassen wollen.

Sie reagieren.

Er sagt oder tut etwas, um Ihre Antwort noch zu toppen.

Darauf gibt es wieder von Ihrer Seite eine Retourkutsche.

So eskaliert die Sache weiter und weiter.

Machen Sie sich bitte klar, dass Ihre eigene Reaktion einzig und alleine durch die vorangehende Aktion des toxischen Gegenübers bestimmt wird. Ihr Handeln ergibt sich aus der Aktion des Gegners.

Beispiele:

  • Er beauftragt einen Anwalt, ich beauftrage einen Anwalt.
  • Er sägt an meinem Baum. Ich schneide ein Loch in seine Hecke.
  • Er hat das Konto leergeräumt. Ich löse die Lebensversicherung auf.

Merken Sie, wie berechenbar Sie in Ihren Handlungen sind? Genau das ist das Spielfeld des manipulativ-giftigen Menschen – da kennt er sich aus, da ist er zu Hause. Und in der Regel sind diese Zeitgenossen darin deutlich besser als Sie. Der Grund liegt einerseits darin, dass sie darin Übung haben. Andererseits, weil sie keine Angst vor Konflikten, Stress oder Druck haben. Ganz im Gegenteil, deswegen spielen sie das Spiel ja.

Wichtig für Sie ist jetzt, nicht einfach nur auf das zu reagieren, was der andere getan hat. Besser ist jetzt, selbst in die agierende Position hineinzugehen.

 

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Fragen Sie sich selbst:

  • Wie könnte ich das Spiel bestimmen, welches hier gespielt wird?
  • Welche Reaktion erwartet der Giftzwerg von mir?
  • Was wäre, wenn ich einfach nicht reagieren würde?
  • Was müsste ich tun, um aus der Spirale auszubrechen?
  • Womit würde ich meinen „Gegner“ verblüffen?
  • Und das Wichtigste: Was ist mein Ziel? Und was ist die beste Reaktion, um meinem Ziel näher zu kommen?

Sagen Sie sich immer wieder: Agieren. Nicht reagieren.

Zurücklehnen. Durchatmen. Nachdenken. Die Situation aus der Distanz und von oben betrachten.

Nicht einfach blind zurückschlagen. Nicht einfach nur reagieren.

Klug und weise handeln.

Fazit:

Einfach ist der Umgang mit Giftzwergen nicht. Doch diese Tipps unterstützen uns, einerseits diese Menschen bei Möglichkeit zu meiden und andererseits die Begegnung mit ihnen distanzierter anzugehen. Das schützt uns und macht uns in unserem ganzen Auftreten selbstsicherer und souveräner.

By |Oktober 20th, 2016|

Die Kraft eines Baumes…

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Verbundenheit mit deinen Wurzeln

Wenn du einen Baum anschaust und seine Stille wahrnimmst, wirst du selbst still.

Du verbindest dich mit ihm auf einer sehr tiefen Ebene.

Du fühlst diese Einheit mit was immer du in und durch Stille wahrnimmst.

Diese Einheit deines Selbst mit allen Dingen zu spüren, das ist wahre Liebe.

(Eckhart Tolle)

Das erlebt Ihr auch in wunderbarer Weise beim Wandern und Coaching… Hier gibt’s weitere Infos 🙂

By |Oktober 15th, 2016|

Das Phänomen des Selbstbetrugs

Warum wir uns so gerne selbst täuschen

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Menschen sind merkwürdige Wesen. Sie verfügen über ein hoch entwickeltes Denk- und Wahrnehmungsvermögen und können ihre Umwelt vom fernsten Stern bis zum kleinsten Atom präzise vermessen. Wenn es aber um die eigene Person geht, sind sie mitunter für das Offensichtlichste blind. Dann scheinen all ihre kognitiven Fähigkeiten nur dazu zu dienen, sich die Wahrheit schönzureden.

Wann Selbstbetrug blockiert

„Nach dem Sommerurlaub trennt er sich von seiner Frau“, erzählt die langjährige Geliebte im Mai ihrer besten Freundin voller Vorfreude. „Ich bin glücklich als Wirtschaftsprüfer“, schwört ein Mann, der eigentlich lieber Musik studiert hätte. Wir lügen uns in vielen Lebenssituationen in die Tasche. Dieser Selbstbetrug ist eigentlich ein Selbstschutz – der uns jedoch davon abhält, wichtige Veränderungen in unserem Leben herbeizuführen.

Bloß nicht hinschauen

Die 35jährige Silvia hat schon seit drei Jahren eine Affäre mit einem Mann, dem sie sich sehr nahe fühlt. Er steckt inmitten einer unglücklichen Ehe, so sagt er. Er möchte seinen Kindern nicht wehtun. Noch nicht. Wenn sie etwas älter sind und alles verstehen, dann geht’s leichter. Nächstes Jahr aber sicher, hat er ihr letztes Jahr vor Weihnachten versprochen.

Als Silvia ihrer Freundin im Mai von der geplanten Trennung nach dem Sommerurlaub erzählt und dabei von einem gemeinsamen Leben mit ihrer großen Liebe träumt, möchte sie sich gerne selber glauben. Sie schützt mit der Selbstlüge ihre Investition von Gefühlen und Hoffnungen und weicht den Konsequenzen aus, die ein realistischer Blick auf die Tatsachen von ihr fordern würde. Sie wäre wieder Single. Müsste sich eingestehen, dass sie drei wertvolle Jahre ihres Lebens verschenkt hat, obwohl sie sich doch noch eine eigene Familie und Kinder wünscht. Indem sie den ehrlichen Blick auf ihre Situation abwehrt, schützt sie sich vor der Konfrontation und vor dem eventuell endgültigen Schritt der Trennung.

Robert ist damals, als er sich für ein Studium entscheiden musste, nicht seinem Talent und seinen Träumen gefolgt, sondern der Empfehlung des übermächtigen Vaters. In seinem Job als Wirtschaftsprüfer bewegt er sich heute, mit Anfang 40, nur im Mittelmaß, weil ihm die Leidenschaft fehlt. Die Musik hat er an den Nagel gehängt – dazu fehlt ihm die Zeit. Er leidet oft unter Rücken- und Kopfschmerzen und schiebt seine Beschwerden auf seine sitzende Tätigkeit.

Aus Angst den Selbstbetrug leben

Beide Beispiele zeigen: Häufig ist nicht das gesamte Lebensgerüst eine Lüge, vielmehr lügen wir uns eher in bestimmten Lebensphasen und -bereichen in die Tasche. Dazu neigen besonders Menschen, die eher konfliktscheu sind und Angst haben, sich Herausforderungen zu stellen. Sie fürchten Rückschläge und können wenig Vertrauen aufbringen, dass Veränderungen dafür sorgen, dass ihr Leben eine positive Wendung nimmt. Nicht alle Menschen setzen sich mit ihren persönlichen Bedürfnissen und Wünschen auseinander und orientieren sich daher stark am Außen. Oft fehlt auch der Mut, zu sich und seinen Vorstellungen vollkommen zu stehen. Reflektierte Menschen, die in ihrer Mitte ruhen, neigen eher weniger zum unehrlichen Umgang mit sich selbst.

Selbstbetrug ist Selbstschutz

Doch was passiert eigentlich auf psychologischer Ebene, wenn wir auf unsere Kosten unehrlich zu uns selber sind? Wenn wie in Silvias oder Roberts Situation unsere Gefühle, Überzeugungen und Werte nicht mit unseren Handlungen zusammenpassen, entsteht ein unangenehmer Zustand, der als innerer Konflikt erlebt wird. Im Fachjargon nennt sich dieser „kognitive Dissonanz“. Der Druck, den eine Handlung entgegen der eigenen Einstellungen auslöst, ist enorm. Er kann sogar körperliche Reaktionen hervorrufen – wofür der Betroffene sein Verhalten verantwortlich macht. Hier in unserem Beispiel macht Robert das viele Sitzen für seine Rückenschmerzen verantwortlich.

Um die Spannung zu reduzieren, streben wir danach, unsere Kognitionen so schnell wie möglich wieder in Einklang zu bringen.

  1. Wir führen die körperliche Erregung auf andere Ursachen zurück
  2. Wir erklären unser Handeln im Nachhinein als unfreiwillig
  3. Wir leugnen Tatsachen
  4. Wir spielen die Dissonanz herunter
  5. Wir reduzieren die physiologische Aufruhr durch Überlagerung und Ablenkung von außen – beispielsweise über Alkoholgenuss, Zigaretten, Sport oder entspannende Tätigkeiten

Die Selbstlüge wirkt wie Dämmwolle

Die Selbstlüge wird als Schutzmechanismus unseres Egos benutzt, welches durch die Widersprüchlichkeit unseres Handelns und unserer Gefühlswelt aus dem Gleichgewicht zu geraten droht. Das Verdrängen bewahrt uns vor verletzenden Erkenntnissen und negativen Perspektiven. Es wirkt wie Dämmwolle. Umso heikler ein Thema subjektiv für uns ist, desto größer der Widerstand, einen ehrlichen Blick darauf zu werfen.

Doch nicht immer ist die Selbstlüge negativ zu bewerten: Robert und seine Frau haben gerade ein Kind bekommen und eine Eigentumswohnung gekauft. Jetzt seinen Beruf in Frage zu stellen, wäre nicht der geeignete Zeitpunkt. Der geschönte Blick auf seine berufliche Situation hilft ihm durchzuhalten, bis der Nachwuchs aus dem Gröbsten raus ist und seine Frau wieder in den Job einsteigt. Dann ist der Zeitpunkt günstiger, eine Neuorientierung zu wagen.

Wer wirklich etwas will, findet einen Weg. Wer nicht wirklich will, findet Ausreden.

Dieses Zitat von Willy Meurer verdeutlicht, wie wichtig ist, nicht immer Gründe und Ausreden zu suchen, warum ausgerechnet der jetzige Augenblick für eine Veränderung ungünstig ist. Ansonsten verschieben wir unsere Wünsche und Bedürfnisse immer nach hinten auf ein später, bis es irgendwann zu spät ist. Auf dem Sterbebett bereuen zahlreiche Menschen ihr ungelebtes Leben.

Der Selbstschutz und seine negativen Auswirkungen

Wir haben immer die Wahl, den leisen, zweifelnden Stimmen Aufmerksamkeit zu schenken oder wegzuhören. Sobald aber das Ignorieren der kritischen Gedanken mehr Kraft kostet als das Wahrnehmen, schadet es, sich weiter zu belügen. Vor allem dann, wenn sich der innere Zwiespalt bereits in psychosomatischen Beschwerden zeigt.

Die ursprünglich schützende Abwehrhaltung kann persönliches Wachstum hemmen und dazu führen, dass wir uns selbst im Verwirklichen unserer Wünsche und Vorstellungen vom Leben im Wege stehen. Silvia beispielsweise hat mit 35 noch die Chance, ihrem verheirateten Geliebten den Laufpass zu geben, um mit einem bindungswilligen Mann eine Familie zu gründen. Verschließt sie weitere Jahre die Augen vor der Realität, in der sie doch immer nur zurücksteckt, schwindet die Möglichkeit, eigene Kinder zu bekommen langsam aber sicher.

So kommen Sie einem möglichen Selbstbetrug auf die Spur

In welchen Lebenssituationen fühlen Sie sich unbehaglich oder reagieren sogar mit körperlichen Symptomen?

  1. Haben Sie im Berufs- oder Privatleben Probleme nein zu sagen? Wann haben Sie zuletzt ja gesagt und dabei ihre eigenen Bedürfnisse, die ein Nein gefordert hätten, ignoriert?
  2. Neigen Sie dazu, sich Dinge schönzureden, müssen aber später feststellen, dass Sie sich selbst etwas vorgemacht haben?
  3. Demonstrieren Sie häufig gute Laune, aus Sorge, Menschen könnten Sie nicht mögen, wenn Sie Ihre wahren Gefühle zeigen?
  4. Erwischen Sie sich auch bei Kleinigkeiten wie Verabredungen dabei, dass Sie sich lieber nicht festlegen, sondern „herumeiern“?
  5. Haben Sie Schwierigkeiten, konkrete Lebensziele und Ihre persönlichen Wünsche zu formulieren?

Kehren Sie um

Die eigentliche Wahrheit schlummert in uns und meldet sich immer mal wieder in Form zweifelnder Gedanken. Wir neigen dazu, diese wegzuwischen und mit gegenteiligen Behauptungen zu kompensieren. „Ich habe ja selber Angst vor zuviel Nähe“, erzählt Silvia ihrer Freundin bei einem Treffen. „Deshalb ist es schon in Ordnung, dass Uli sich für seine Trennung Zeit nimmt .“ Die darauffolgenden kritischen Fragen ihrer besorgten Freundin will sie nicht hören. „Ich will da jetzt nicht weiter drüber reden, das ist mir alles zu viel.“

Wenn jedoch die kritischen Stimmen aus unserem Inneren lauter werden, weil der Selbstbetrug nicht länger aufrecht zu erhalten ist, wird so mancher Betroffener doch hellhörig. Auch das Gespräch mit Freunden kann dabei die Erkenntnis auslösen, dass Selbstbetrug im Spiel ist. Oft stoßen Betroffene nämlich nicht freiwillig auf ihr Kartenhaus aus Lügen. Krankheiten oder Unfälle können Signale des Unbewussten sein, das zum Handeln auffordert. Die nötigen Schritte zu Tun, ist ein Riesenschritt. Aus der Distanz im neuen Licht betrachtet, erkennen die Menschen ihren oft jahrelangen Weg des Selbstbetrugs – der Schleier lüftet sich, die Wahrheit fällt wie Schuppen aus den Augen.

Ehrlichkeit ist der Weg zur Gesundheit und zum selbstbestimmten Leben

Wenn Sie ahnen, dass Sie nicht in allen Bereichen des Lebens ehrlich zu sich sind, sollten Sie folgendes versuchen: Schreiben Sie eine bestimmte Situation so auf, als wäre es ein Problem Ihres Freundes, der Ihnen davon berichtet. Das schafft Abstand zu den eigenen Gefühlen. Was würden Sie Ihrem Freund raten?

Oder nehmen Sie eine Distanz ein, als würden Sie auf dem Mond sitzen und sich selbst von oben beobachten. Was sehen Sie aus dieser Ferne, in welchem „Spiel des Lebens“ befinden Sie sich gerade? Was würden Sie als der „Weise“ von oben tun?

 

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By |Oktober 11th, 2016|

Zum Nachdenken: Eine wunderbare Geschichte über die Wut

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Wenn Worte Narben hinterlassen

Es war einmal ein kleiner Junge, der schnell zornig wurde und aus der Haut fuhr. Sein Vater gab ihm einen Hammer und eine große Tüte voller Nägel. Jedes Mal, wenn er ausrastete, sollte er lieber einen Nagel in den Zaun hinter dem Haus schlagen, als seine Wut an anderen auszulassen.

Am ersten Tag schlug der Junge 30 Nägel in den Zaun. Die Tage vergingen und mit ihnen nahm auch die Zahl der Nägel ab, die der Junge in den Zaun schlagen musste. Er fand heraus, dass es einfacher war, nicht auszurasten, als Nägel in den Zaun zu schlagen.

Schließlich kam der Tag, an dem der Junge überhaupt nicht mehr ausrastete. Dies sagte er seinem Vater und der riet ihm nun, für jeden Tag, an dem er nicht mehr ausrastete, einen Nagel wieder herauszuziehen. Wieder vergingen etliche Tage und schließlich konnte der Junge seinem Vater berichten, dass er alle Nägel herausgezogen hatte. Der Vater nahm seinen Jungen bei der Hand und ging mit ihm zum Zaun.

Er sagte: „Das hast du gut gemacht, mein Sohn. Ich bin sehr stolz auf dich. Aber schau dir all die Löcher im Zaun an. Der Zaun ist nicht mehr der, der er einmal war. Denke daran, wenn du das nächste Mal etwas im Ärger zu anderen sagen willst. Deine Worte könnten eine Narbe hinterlassen, so wie die Nägel ihre Spuren im Zaun hinterlassen haben. Auch wenn du sagst, dass es dir Leid tut, die Wunde ist dennoch da“.

(Quelle unbekannt)
By |Oktober 10th, 2016|

Der 129. Podcast „Charisma & Persönlichkeit“ ist online

Vom Opfer in die Selbstbestimmung

  • Bin ich wirklich Opfer meiner Umstände?
  • Inwiefern kann ich mein Leben verändern und mitbestimmen?
  • Bin ich Adler oder Ente?

Gedanken aus einem Blogbeitrag meines Trainerkollegen Roland Kopp-Wichmann: http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/7870/hoeren-sie-auf-zu-jammern-sie-haben-es-doch-gewaehlt
HH-Podcast-Charisma-neuHier geht’s zum Download:  http://www.heikeholz.de/mediathek/podcast-charisma-und-personlichkeit/

 

By |Oktober 7th, 2016|

Kraft der Gedanken durch Schulung des Geistes

Sinn des Lebens: Streben nach Glück

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Der eigentliche Sinn unseres Lebens besteht im Streben nach Glück.
An welche Religion ein Mensch auch glaubt, er sucht nach etwas Besserem im Leben.
Ich glaube, dass Glück durch Schulung des Geistes erlangt werden kann. (Dalai Lama)

Audio CD Das Mentale TrainingDurch Mentaltraining können wir unsere Gedanken lenken und steuern… wir entscheiden selbst, welche Richtung wir einschlagen: Das mentale Training – Für mehr Glück, Zufriedenheit und Lebensfreude

By |Oktober 1st, 2016|