Zuhören können wie Momo

»Die meisten Menschen hören nicht in der Absicht, zu verstehen, sie hören in der Absicht, zu antworten.« (Stephen R. Covey)

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Zuhören können wie Momo:

“Was die kleine Momo konnte wie kein anderer, das war Zuhören.

Das ist doch nichts Besonderes, wird nun vielleicht mancher Leser sagen, zuhören kann doch jeder.
Aber das ist ein Irrtum. Wirklich zuhören können nur recht wenige Menschen. Und so wie Momo sich aufs Zuhören verstand, war es ganz und gar einmalig.

Momo konnte so zuhören, dass dummen Leuten plötzlich sehr gescheite Gedanken kamen. Nicht etwa, weil sie etwas sagte oder fragte, was den anderen auf solche Gedanken brachte – nein, sie saß nur da und hörte einfach zu, mit aller Aufmerksamkeit und aller Anteilnahme.

Dabei schaute sie den anderen mit ihren großen, dunklen Augen an, und der Betreffende fühlte, wie in ihm plötzlich Gedanken auftauchten, von denen er nie geahnt hatte, dass sie in ihm steckten.

Sie konnte so zuhören, dass ratlose, unentschlossene Leute auf einmal ganz genau wussten, was sie wollten.

Oder dass Schüchterne sich plötzlich frei und mutig fühlten.

Oder dass Unglückliche und Bedrückte zuversichtlich und froh wurden.

Und wenn jemand meinte, sein Leben sei ganz verfehlt und bedeutungslos und er selbst nur irgendeiner unter Millionen, einer, auf denen es überhaupt nicht ankommt, und er ebenso schnell ersetzt werden kann wie ein kaputter Topf – und er ging hin und erzählte das alles der kleinen Momo, dann wurde ihm, noch während er redete, auf geheimnisvolle Weise klar, dass er sich gründlich irrte, dass es ihn, genauso wie er war, unter allen Menschen nur ein einziges Mal gab und dass er deshalb auf seine besondere Weise für die Welt wichtig war.

So konnte Momo zuhören!”

(Gelesen bei Burkhard Heidenberger: „Geschichten & Weisheiten“)

By |September 5th, 2016|

Eine wunderbare Lektion über Geduld

Große Freude mit einer kleinen Tat

Dies schrieb ein New Yorker Taxifahrer:

Ich wurde zu einer Adresse hinbestellt und wie gewöhnlich hupte ich als ich ankam. Doch kein Fahrgast erschien. Ich hupte erneut. Nichts. Noch einmal. Nichts. Meine Schicht war fast zu Ende, dies sollte meine letzte Fahrt sein. Es wäre leicht gewesen einfach wieder wegzufahren. Ich entschied mich jedoch dagegen, parkte den Wagen und ging zur Haustür. Kaum hatte ich geklopft, hörte ich eine alte gebrechliche Stimme sagen „Bitte, einen Augenblick noch!“

Durch die Tür hörte ich, dass offensichtlich etwas über den Hausboden geschleift wurde.

Es verging eine Weile bis sich endlich die Tür öffnete. Vor mir stand eine kleine alte Dame, bestimmt 90 Jahre alt. Sie trug ein mit Blümchen bedrucktes Kleid und einen dieser Pillbox Hütte mit Schleier, die man früher immer getragen hat. Ihre gesamte Erscheinung sah so aus, als wäre sie aus einem Film der 1940 Jahre entsprungen. In ihrer Hand hielt sie einen kleinen Nylon Koffer. Da die Tür offen war, konnte ich nun auch in die Wohnung spinksen. Die Wohnung sah aus als hätte hier über Jahre niemand mehr gelebt. Alle Möbel waren mit Tüchern abgedeckt. Die Wände waren völlig leer – keine Uhren hingen dort. Die Wohnung war fast komplett leer – kein Nippes, kein Geschirr auf der Spüle, nur hinten der Ecke sah ich etwas. Einen Karton, der wohl mit Photos und irgendwelchen Glas-Skulpturen bepackt war.

„Bitte, junger Mann, tragen sie mir meinen Koffer zum Wagen?“ sagte sie. Ich nahm den Koffer und packte ihn in den Kofferraum. Ich ging zurück zur alten Dame um ihr beim Gang zum Auto ein wenig zu helfen. Sie nahm meinen Arm und wir gingen gemeinsam in Richtung Bürgersteig, zum Auto.

Sie bedankte sich für meine Hilfsbereitschaft.
„Es sei nicht Rede wert“ antwortete ich ihr, „Ich behandle meine Fahrgäste schlicht genauso, wie ich auch meine Mutter behandeln würde!“
„Oh, sie sind wirklich ein vorbildlicher junger Mann.“ erwiderte sie.

Als die Dame in meinem Taxi platzt genommen hatte gab sie mir die Zieladresse, gefolgt von der Frage, ob wir denn nicht durch die Innenstadt fahren könnten.
„Nun, das ist aber nicht der kürzeste Weg, eigentlich sogar ein erheblicher Umweg.“gab ich zu bedenken.
„Oh, ich habe nichts dagegen „, sagte sie. „Ich bin nicht in Eile. Ich bin auf dem Weg in ein Hospiz.“
„Ein Hospiz?“ schoss es mir durch den Kopf. Scheiße, Mann! Dort werden doch sterbenskranke Menschen versorgt und beim Sterben begleitet. Ich schaute in den Rückspiegel, schaute mir die Dame noch einmal an.

„Ich hinterlasse keine Familie“ fuhr sie mit sanfter Stimme fort. „Der Arzt sagt, ich habe nicht mehr sehr lange.“
Ich schaltete das Taxameter aus. „Welchen Weg soll ich nehmen?“ fragte ich.
Für die nächsten zwei Stunden fuhren wir einfach durch die Stadt. Sie zeigte mir das Hotel, indem sie einst an der Rezeption gearbeitet hatte. Wir fuhren zu den unterschiedlichsten Orten. Sie zeigte das Haus indem sie und ihr verstorbener Mann gelebt hatten als sie noch „ein junges, wildes Paar“ waren. Sie zeigte mir ein modernes neues Möbelhaus, dass früher „ein angesagter Schuppen“ zum Tanzen war. Als junges Mädchen habe sie dort oft das Tanzbein geschwungen.

An manchen Gebäuden und Straßen bat sie mich besonders langsam zu fahren. Sie sagte dann nichts. Sie schaute dann einfach nur aus dem Fenster und schien mit ihren Gedanken noch einmal auf eine Reise zu gehen. Hinter dem Horizont kamen die ersten Sonnenstrahlen. Waren wir tatsächlich die ganze Nacht durch die Stadt gefahren? „Ich bin müde“ sagte die alte Dame plötzlich. „Jetzt können wir zu meinem Ziel fahren“

Schweigend fuhren wir zur Adresse, die sie mir am Abend gegeben hatte. Das Hospiz hatte ich mir viel größer vorgestellt. Mit seiner Mini-Einfahrt wirkte es eher wie ein kleines freundliches Ferienhaus. Jedoch stürmte kein kaufwütiger Makler aus dem Gebäude sondern zwei eilende Sanitäter die, kaum hatte ich den Wagen angehalten, die Fahrgasttüre öffneten. Sie schienen sehr besorgt. Sie mussten schon sehr lange auf die Dame gewartet haben.

Und während die alte Dame im Rollstuhl platz nahm, trug ich ihren Koffer zum Eingang des Hospiz.
„Wie viel bekommen sie von mir für die Fahrt?“ fragte sie, während sie in ihrer Handtasche kramte.
„Nichts“, sagte ich, „Sie müssen doch ihren Lebensunterhalt verdienen«, antwortete sie.
„Es gibt noch andere Passagiere“ erwiderte ich mit einem Lächeln.
Und ohne lange drüber nachzudenken, umarmte ich sie. Sie hielt mich ganz fest an sich.
„Sie haben einer alten Frau auf ihren letzten Meter noch ein klein wenig Freude und Glück geschenkt. Danke“ sagte sie mit glasigen Augen zu mir.
Ich drückte ihre Hand, und ging ging dem trüben Sonnenaufgang entgegen … Hinter mir schloss sich die Tür des Hospiz. Es klang für mich wie der Abschluss eines Lebens.

Meine nächste Schicht hätte jetzt beginnen sollen, doch ich nahm keine neuen Fahrgäste an. Ich fuhr einfach ziellos durch die Straßen – völlig versunken in meinen Gedanken. Ich wollte weder reden, noch jemanden sehen. Was wäre gewesen, wenn die Frau an einen unfreundlichen und mies gelaunten Fahrer geraten wäre, der nur schnell seine Schicht hätte beenden wollen. Was wäre, wenn ich die Fahrt nicht angenommen hätte. Was wäre, wenn ich nach dem ersten Hupen einfach weggefahren wäre?

Wenn ich an diese Fahrt zurück denke, glaube ich dass ich noch niemals etwas Wichtigeres im Leben getan habe.
In unserem hektischen Leben, legen wir besonders viel wert auf die großen, bombastischen Momente. Größer. Schneller. Weiter.
Dabei sind es doch die kleinen Momente, die kleinen Gesten die im Leben wirklich etwas zählen.
Für diese kleinen und schönen Momente sollten wir uns wieder Zeit nehmen. Wir sollten wieder Geduld haben – und nicht sofort hupen – dann sehen wir sie auch.

(Aus dem Englischen übersetzt von Markus Brandl)
By |Juli 10th, 2016|

Der 87. Podcast ist online: Vom Umgang mit Gefühlen

Folge 87: Gefühle – Der Schlüssel für gute Beziehungen

So führen Sie Gespräche mit Empathie und Gefühl
Lernen Sie Ihre eignen Gefühle wahrzunehmen und zu formulieren
Wie gehen Sie mit den Emotionen des Gegenübers um

Gedanken von Stephane Etrillard im Online-Magazin Pandsid – http://www.yumpu.com/de/document/fullscreen/23633683/pandsid

Hier zum Herunterladen und Hören: http://www.heikeholz.de/html/charisma1.html

By |Juni 10th, 2014|

Der 74. Podcast „Charisma & Persönlichkeit“ ist online

Folge 74: Umgang mit Aggressionen

Ist Aggression ein Zeichen von Selbstbewusstsein?

Gutes Reagieren bei einen aggressiven Gesprächspartner:
1. Gelassenheit bewahren
2. Aktiv Zuhören
3. Bedingtes Zustimmen
4. Fragen stellen, Interesse zeigen
5. Gemeinsamkeiten finden

„Es gibt nur einen Weg zur Einheit, der gelingen kann, ohne den Mnschen zu verkrüppeln. Dieser Versuch wurde im ersten Jahrtausend vor Christus in allen hochentwickelten Gesellschaften unternommen – in China, in Indien, in Ägypten, Palästina und Griechenland.
Die großen Religionen, die dem Boden dieser Kulturen entsprungen sind, lehrten, dass der Mensch die Einheit nicht durch das tragische Bemühen erringen kann, sein innere Zerspaltenheit durch Ausschluß der Vernunft aufzugeben, sondern allein dadurch, dass er seine Vernunft und seine Liebe voll entwickelt.“  (Erich Fromm)

(Quelle: Gedanken von Nikolaus B. Enkelmann)
 

http://www.heikeholz.de/html/charisma1.html

By |Oktober 10th, 2013|

Der 51. Podcast: Empathie

Empathie wird beschrieben mit der Fähigkeit, hundert Meilen in den Schuhen eines anderen laufen zu können.

„Ich sage über niemanden etwas Schlechtes und rede nur über das Gute, was ich von ihm weiß.“ (Benjamin Franklin)

Zum Herunterladen:  http://www.heikeholz.de/html/charisma1.html

By |August 23rd, 2012|

Emotionale Intelligenz – Der 39. Podcast ist on air

Jetzt zum Herunterladen unter:  http://www.heikeholz.de/html/charisma1.html

EQ – Emotionale Intelligenz

Selbstwahrnehmung

  • Selbsteinschätzung
  • Selbstvertrauen

Selbstmanagement

  • Emotionale Selbstkontrolle
  • Transparenz
  • Anpassungsfähigkeit
  • Optimismus
  • Resilenz

Eigenmotivation

  • Werteverständnis
  • Leistungsorientierung
  • Identifikation
  • Initiative und Engagement

Soziales Bewusstsein

  • Empathie
  • Organisationsbewusstsein
  • Bedürfniserkennung von Menschen
  • Vielfalt als Chance

Führungskompetenz

  • Inspiriende Führung
  • Coaching und Mentoring
  • Motivation
  • Vertrauensbildung
  • Feedback
  • Interkulturelle Führung

Basierend auf das gleichnamige Buch von Daniel Goleman

By |Februar 15th, 2012|

Der 27. Podcast „Charisma & Persönlichkeit“

Erfolgsfaktor „Sympathie“

  • Offenheit
  • Lächeln, Körpersprache
  • Wertschätzung, Akzeptanz
  • Halo-Effekt
  • Sprache, Formulierungen
  • Empathie

„Niemand urteilt schärfer als der Ungebildete. Er kennt weder Gründe noch Gegengründe und glaubt sich immer im Recht.“  (Ludwig Feuerbach)

By |Juli 27th, 2011|