Sind Sie ein guter Zuhörer?

Profiwissen Kommunikation: Meisterhaftes Zuhören

ap4ad88c758e24b_smallEin wichtiger Bestandteil einer gelungenen Kommunikation ist die Fähigkeit, unserem Gegenüber aufmerksam und achtsam mit Einfühlungsvermögen zuzuhören. Der in sich ruhende Zuhörer strahlt Ruhe und Vertrauen aus, er bewertet oder verurteilt die Aussagen des anderen weder mit Worten noch nonverbal (Kopfschütteln, Nase rümpfen etc.).

Wie fühlen Sie sich, wenn Sie das Gefühl haben, dass der andere nur auf die Gelegenheit zum Unterbrechen wartet, um sofort mit eigenen klugen Reden glänzen zu können?

Hier wunderbare Gedanken von Henri Nouwen, der es sehr präzise auf den Punkt bringt:

Zuhören fällt sehr schwer, denn es gehört viel innere Festigkeit dazu, sich nicht stets durch kluge Reden, Argumente, Bemerkungen oder Erklärungen beweisen zu müssen.

Gute Zuhörer fühlen sich nicht mehr gedrängt zu erkennen zu geben, dass sie auch da sind. Sie sind frei und bereit zu empfangen, zu begrüßen und aufzunehmen.

Zuhören ist viel mehr als einem anderen zu reden zu gestatten, währenddessen man selbst auf die Gelegenheit der Erwiderung wartet.

Zuhören bedeutet, anderen unsere uneingeschränkte Aufmerksamkeit zu schenken und sie in unserem Inneren zu begrüßen.

Das Schöne des Zuhörens zeigt sich darin, dass diejenigen, denen zugehört wird, mehr und mehr das Gefühl erhalten, akzeptiert zu sein, die eigenen Worte ernster zu nehmen und dabei ihr wahres Ich zu entdecken.

Zuhören ist eine Art geistliche Gastfreundschaft, durch die wir Fremde einladen Freunde zu werden, ihr inneres Ich besser kennen zu lernen und es sogar zu wagen, mit uns zu schweigen.

Willst du mehr für dich und deine persönliche Weiterentwicklung tun?

Dann informiere dich hier: http://www.heikeholz.de/individualprogramm/

Besser mit dir und den anderen zurecht kommen

50 Tipps, wie es mit dir und den anderen besser geht, gibt’s hier in meinem Buch „Glücklich sein verleiht Flügel“ – ein Buch, was wahrlich Flügel verleiht… 🙂

 

By |Juni 14th, 2017|

Der 139. Podcast „Charisma & Persönlichkeit“ ist online

Mit Fragen Kommunikation fördern

Fragen sind ein ganz wichtiges Kommunikationsmittel. Im Privat- wie auch im Berufsleben können wir damit am Gesprächspartner Interesse an ihm und seine Belange zeigen, Bedürfnisse herausfinden und ein Gespräch positiv steuern.

  • Fragen und Glaubenssätze
  • Frageformen
    • Offene Fragen
    • Geschlossene Fragen
    • Informationsfrage
    • Meinungsfrage
    • Rhetorische Frage
    • Suggestivfrage
    • Kontrollfrage
    • Gegenfrage
  • Wann es besser ist, auf Fragen zu verzichten

Hier geht’s zum Download: http://www.heikeholz.de/mediathek/podcast-charisma-und-personlichkeit/

By |Mai 16th, 2017|

„Denken ist schwer, darum urteilen die meisten.“ (Carl Gustav Jung)

Wie Worte wirken

Falsch oder interessant

Haben Sie das auch schon einmal erlebt, dass Sie etwas gesagt oder getan haben, und ein anderer sagt dann zu Ihnen: „Das ist falsch“, oder: „Das hast du falsch gemacht“ oder „Nein, das kannst du so überhaupt nicht sehen, du siehst das ja völlig falsch“.

Wie fühlt sich das an? Nicht so richtig klasse, oder? Wir fühlen uns durch den anderen nicht richtig wergeschätzt und ernst genommen. Es ist nicht besonders motivierend und für die Beziehung zu dieser Person auch nicht gerade förderlich.

Wie oft beurteilen wir Menschen und ihre Denk-  und Verhaltensweise als „falsch“?

Falsch – aus unserer Sicht der Welt! Wir sprechen von falschen Ansichten, falschen
Ergebnissen, falschen Informationen, falschen Überzeugungen und und und.

Wenn unsere eigenen Denk- und Verhaltensweisen als falsch beurteilt werden, erleben wir manchmal vielleicht so etwas wie Enttäuschung oder sogar Wut. Wir denken: Wie kann der das wissen – mein Überzeugung ist völlig richtig und logisch, bei mir ist gar nichts falsch, bei dem ist alles falsch.

Achten Sie diese Woche einmal darauf, wann Sie etwas als falsch beurteilen wollen. Und anstatt dann zu sagen: „Das ist falsch“, versuchen Sie einmal etwas anderes. Sagen Sie stattdessen einmal: „Das ist interessant…“ oder „Wie kommen Sie darauf?“ oder „Wie sind Sie da vorgegangen?“

Vielleicht haben Sie ja jetzt schon eine Vorstellung darüber, wie sich die Beziehung, die Kommunikation, die Zusammenarbeit mit diesem Menschen verändern könnte. Vielleicht erahnen Sie auch, dass mit dieser Frage Ihnen auch die Möglichkeit gegeben wird, tatsächlich neue Sicht- und Denkweisen kennen zu lernen, die Sie möglicherweise sehr bereichern und Ihren Horizont erweitern. Und vermutlich können Sie sich vorstellen, dass auf diese Weise etwas völlig Neues entsteht, ein kreativer Denkprozess sich entwickeln kann und das Verständnis füreinander sich entfalten kann.

Mein Tipp: Wann immer Sie eine Denk- oder Verhaltensweise als „falsch“ abstempeln wollen, halten Sie kurz inne und sagen: „Interessant – wie kommen Sie darauf?“ Beobachten Sie, was sich dadurch verändert.

Buch3DZahlreiche Tipps, wie wir besser im Umgang mit uns und den anderen werden, findest du auch in „Knips dein Licht an – So geht es besser mit dir und den anderen“

Bildquelle: aboutpixel.de / Buddha © Christian Wöller
By |Dezember 6th, 2016|

Menschen, die uns schaden und die wir meiden sollten

Giftige Beziehungen erkennen und lösen

„Er bricht mir das Herz“, „Mein Chef verursacht mir Magengeschwüre“, „Sie macht mich verrückt“ oder „Diese Beziehung bringt mich um“ – Kennen Sie diese oder ähnliche Aussagen? Das Schlimme: Diese unheilverkündenden Aussagen werden nicht selten zur erschreckenden Realität. Psychische Gifte wirken sich negativ auf unsere Gesundheit aus. Daher nenne ich diese toxischen Menschen in unserer Umgebung „Seelenzerstörer“.

Was genau ist ein „Seelenzerstörer“?

pair-707505-kopieVersuchen wir es mit einer Situationsbeschreibung: Wenn Sie mit einem „Seelenzerstörer“ Kontakt hatten, hinterlässt das in Ihnen meist ein mieses Gefühl im Bauch.

Oft können Sie gar nicht sagen, was es genau war.

Aber instinktiv wissen Sie, dass Ihnen der Kontakt nicht gutgetan hat. Sie fühlen sich beschmutzt, erniedrigt, ausgenutzt oder über den Tisch gezogen.

Die Begegnung war eben giftig. So als ob Sie einer giftigen Substanz ausgesetzt wären.

Erst im Nachhinein, wenn wir darüber nachdenken – oft auch noch später, wenn wir uns von diesem „Seelenzerstörer“ gelöst und distanziert haben, können wir deutlich erkennen, was diese Menschen tun, um unser Gefühlsleben zu vergiften.

So verhalten sich giftige Zeitgenossen:

  • Sie beginnen oft einen Streit, wo ein einfaches, klärendes Gespräch die Sache in einer Minute aus der Welt geschafft hätte.
  • Sie sind oft verbohrt, uneinsichtig und unbelehrbar. Sie sind gar nicht daran interessiert, die Sichtweise des anderen zu sehen und zu verstehen.
  • Sie haben selten Schuldgefühle, wenn sie andere verletzt haben. Ihr Gefühl für richtig oder falsch ist schlecht ausgeprägt. Sie selbst haben Recht, die anderen Unrecht.
  • Sie verhalten sich häufig grenzüberschreitend und übergriffig. Sie tun Dinge, die ihnen einfach nicht zustehen und zu denen sie kein Recht haben.
  • Sie haben oft konkrete Erwartungen an unser Verhalten, ohne diese Erwartungen auszusprechen. Erfüllen Sie nicht diese unausgesprochenen Erwartungen, werden Sie dafür bestraft.
  • Sie erzeugen emotionalen Druck, indem bei uns Schuldgefühle ausgelöst werden. Ein toxischer Mensch beschimpft Sie beispielsweise, Sie wären ein schlechter Mensch, wenn Sie nicht nach seiner Pfeife tanzen.
  • Sie lügen, um eigene Interessen unter allen Umständen durchzusetzen. Hierbei werden Informationen weggelassen bzw. hinzugedichtet, oder gezielt Gerüchte gestreut.
  • Sie manipulieren andere Menschen, um ihre Interessen durchzusetzen. Dabei bedienen sie sich aller unsauberen Tricks. Sie lügen. Sie reden Ihnen nach dem Mund, indem Sie Ihnen das erzählen, was Sie hören wollen. Sie streuen Gerüchte, um Sie auf ihre Seite zu ziehen.
  • Sie verhalten sich oft eifersüchtig und missgünstig. Nach dem Motto: „Wenn ich es nicht bekomme, sollst du es auch nicht bekommen.“
  • Sie haben oft eine übersteigerte Anspruchshaltung an andere, ohne etwas zurückgeben zu wollen.
  • Sie nehmen selten Rücksicht auf andere Menschen, deren Bedürfnisse und Gefühle.

Achtung: Natürlich erkennen wir diese Eigenschaften manchmal auch bei uns selbst. Wir sind alle nicht perfekt, haben schwache Momente und wir machen Fehler. Deswegen sind wir nicht automatisch alle giftige Menschen und „Seelenzerstörer“.

Ein wirklich giftiger Mensch verhält sich dagegen überdurchschnittlich oft und ausgeprägt genau so wie beschrieben.

Diese beschriebenen Verhaltensmuster sind bei einem Menschen mit psychopathischen Zügen der Normalfall – und nicht die Ausnahme.

Wie gehen Sie am besten mit diesen giftigen Zeitgenossen um?

Sobald Sie spüren, dass Ihnen die Gegenwart, das Zusammensein und die Kommunikation mit dem anderen nicht gut tun, sich für Sie giftig anfühlt, halten Sie Abstand. Das ist eigentlich die natürliche, logische Reaktion.

Wenn Sie bei einem Spaziergang sehen, dass ein Bauer auf dem Feld Gift spritzt, drehen Sie sich sicher auch auf dem Absatz um und schlagen die andere Richtung ein. Sie gehen dem anderen aus dem Weg und lösen somit das Problem.

Doch was hindert mich bei einem giftigen Zeitgenossen, diese so einfache Lösung auch umzusetzen?

1. Ich muss erkennen, dass es sich um einen giftigen Menschen handelt

Um einen Giftzwerg zu erkennen, benötigen Sie ein gesundes Selbstbewusstsein und eine starkes, waches Selbst. Giftige Menschen verstehen es perfekt, Ihnen einzureden, dass SIE das Problem sind, dass es an IHNEN liegt, wenn Sie Schwierigkeiten miteinander haben.

Oft dauert es erstaunlich lang, bis Sie begreifen, dass nicht Sie das Problem sind, sondern der andere. Viele Menschen leben jahrelang mit ihrem Partner zusammen, bis sie irgendwann erkennen, dass ihr Partner Gift für sie ist. Manche haben über einen sehr langen Zeitraum Probleme mit ihrem Chef, bis sie begreifen, dass nicht sie die Quelle der Probleme sind, sondern dass der Chef ein Mensch mit psychopathischen, giftigen Eigenschaften ist.

Der erste Schritt ist also die Erkenntnis: Der andere ist Gift für mich.

2. Einigen Menschen kann ich aus dem Weg gehen. Anderen nicht.

Partner, Familienmitglieder, Kollegen, Vorgesetzte, Mitarbeiter, Nachbarn, Vereinsmitglieder, Freunde des Partners. Einigen können Sie sicherlich aus dem Weg gehen. Sie können Verbindungen auch komplett kappen. Doch gibt es immer wieder Menschen, denen wir nicht komplett aus dem Weg gehen können.

Für den Kontakt mit diesen Menschen gelten die folgenden Anregungen:

Nicht persönlich nehmen

Das ist der anspruchsvollste und gleichzeitig wichtigste Tipp. Wie soll ich bestimmte Aussagen und Verhaltensweisen nicht persönlich nehmen, wenn der andere sein gesamtes Gift auf mich versprüht? Das ist schwer. Sehr schwer.

Doch das genau ist der einzig richtige Weg. Je persönlicher Sie die Sache nehmen, desto emotionaler reagieren Sie.

Ein giftiger Zeitgenosse lebt genau von Ihren emotionalen Reaktionen. Das ist regelrecht seine Nahrung. Sie sind wie Energievampire, die Ihre emotionale Energie trinken und Sie leer zurücklassen. Und genau das dürfen Sie nicht zulassen.

Hinzu kommt: Wenn wir uns persönlich angegriffen fühlen, neigen wir oft zu Rachegefühlen. Wir wollen es dem anderen zurückzahlen. Das aber setzt eine Eskalations-Spirale in Gang.

Auch wenn es schwer ist – verdeutlichen Sie sich immer wieder: Es geht hier nicht um Sie, um Ihre Persönlichkeit, um Ihr Selbst, Ihren Wert als Mensch. Es geht um die Sache.

Der andere will die persönliche Ebene erreichen, um Sie zu schwächen. Und genau das lassen Sie nicht zu.

Die eigene Seele schützen

stones-969491-kopieGiftige Zeitgenossen fahren große Geschütze auf. Die Munition dieser Geschütze ist in der Regel pure Emotion. Diese Munition tut auf der Seelenebene weh – und genau das beabsichtigen diese Giftzwerge:

  • Sie beleidigen den anderen auf der persönlichen Ebene.
  • Sie tun verletzende Dinge.
  • Sie beschuldigen den anderen.

Wichtig ist, diese psychischen Angriffe genau zu erkennen, zu analysieren und zu verarbeiten. Hilfreich sind hier auch Gespräche mit anderen, mit einem Coach – einfach Außenstehenden, die davon nicht betroffen sind und somit eine neutralere Position einnehmen. Als Betroffener stehen wir oft wie im Nebel, erkennen nicht das genaue Ausmaß der Dinge.

Leitfragen für die Verarbeitung der emotionalen Angriffe sind:

  • Welches Gewicht will ich den Aussagen eines Menschen geben, der mir offensichtlich nur schaden will?
  • Was wurde nur gesagt, um mich gezielt zu verletzen?
  • Was von dem, was gesagt wurde, entspricht der Wahrheit, und was ist so gar nicht gewesen?
  • Welche Schlussfolgerungen, die gezogen wurden, sind meines Erachtens nicht richtig und gültig?
  • Wofür will ich tatsächlich die Verantwortung übernehmen und mich vielleicht sogar entschuldigen?

Es gilt also, emotionale Gespräche ein bisschen auseinanderzupflücken und das Gift von der Realität zu trennen.

Auf diese Art und Weise erkennen wir den giftigen Menschen noch genauer, wir durchschauen, wie dieser wirklich tickt.

Klare Grenzen ziehen

Giftige Zeitgenossen verhalten sich nicht selten grenzüberschreitend und übergriffig. Sie tun Dinge, die ihnen nicht zustehen. Sie vermeiden es, sich an Vereinbarungen zu halten. Wertschätzung und ein achtsamer Umgang sind Fremdworte für sie.

In diesem Fall gilt es, klare und deutliche Ansagen zu machen.

Beispiel:

„Wir haben vereinbart, dass Sie die Rechnung bis 1. Oktober bezahlen. Trotz mehrmaliger Aufforderung haben Sie den Betrag bis heute nicht überwiesen. Wenn der Betrag nicht in genau acht Tagen auf meinem Konto eingegangen ist, schalte ich einen Anwalt ein.“ 

Das ist eine klare Ansage, die nur die Fakten und die Konsequenzen beschreibt. Wichtig ist, nur Fakten zu benennen und bei dem zu bleiben, was wirklich gewesen ist. Eigene Interpretationen haben hier nichts zu suchen. Die klare Ansage der Konsequenzen, wenn das übergriffige Verhalten nicht korrigiert wird oder der Vorfall nochmals vorkommt, ist auch sinnvoll.

Mit giftigen Zeitgenossen muss man klar und deutlich reden. Dabei möglichst ohne Bewertungen und Emotionen. Hier zählen nur Fakten.

Auf eigene Ziele fokussieren

Ein toxischer Mensch verstrickt Sie schneller als Sie denken in ein Netz aus Behauptungen, Erpressungen, Lügen, Schuldgefühlen, Vorwürfen, Jammerei, Selbstmitleid und vielen anderen Dingen.

Hier ist es ziemlich schwer, einen klaren Kopf zu behalten. Oft reagieren wir selbst ungeschickt, indem wir uns auf die gleiche Ebene begeben wie der Giftzwerg. Wir schlagen auf die emotionale Art zurück. Doch auf diesem Spielfeld sind wir diesen Zeitgenossen in der Regel hoffnungslos unterlegen. Er hat einfach mehr Übung.

Es gibt hier einen einfachen Weg, die eigenen Gedanken immer wieder in die richtige Richtung zu lenken. Dabei helfen folgende einfache Fragen:

  • Was genau will ich erreichen?
  • Was ist mein Ziel?
  • Was ist das Endergebnis, das ich ansteuere?

Mein Ziel in einem Erbstreit mit giftigen Menschen könnte zum Beispiel sein, den eigenen Erbanspruch durchzusetzen, ohne selbst zu unfeinen Mitteln zu greifen.

Mein Ziel in einem Streit mit einem giftigen Nachbarn könnte es zum Beispiel sein, dass wir wieder zu einem neutralen Verhältnis finden.

Mein Ziel mit einem giftigen Vorgesetzten könnte sein, den Rückhalt meiner Kollegen und des Betriebsrats zu gewinnen und gemeinsam eine Versetzung des Vorgesetzten zu erwirken oder mir binnen 6 Monaten einen neuen Arbeitsplatz zu suchen.

In sehr schwierigen, verfahrenen Situationen kann es auch ein Ziel sein, eine aufrechte Haltung zu bewahren bzw. sich psychisch und mental zu schützen.

Das Ziel im Umgang und im Gespräch mit giftigen Zeitgenossen ist enorm wichtig – es ist das, was uns den Halt während des Gesprächs gibt. Das Konzentrieren auf dieses Ziel während des Gesprächs lässt Sie emotional auf eine höhere Ebene steigen. Sie können die Situation eher von oben mit einem gewissen Abstand betrachten.  Das lässt Sie eher durchatmen und bedacht-vernünftig reagieren.

Somit können Sie Dinge tun und Aussagen treffen, die Sie Ihrem Ziel näherbringend. Sie bleiben dabei der aktive Teil und  haben die Fäden selbst in der Hand. Wichtig hierbei ist, dass das gesteckte Ziel realistisch ist. Ansonsten schwächen Sie ganz schnell Ihre Position, da der Giftzwerg Ihr Ziel schneller aushebeln kann.

Zusätzlich sollte Ihr Ziel natürlich immer ethisch-moralisch einwandfrei sein. Also ein konstruktives und lebensdienliches Ziel sein. Setzen Sie sich beispielsweise nicht zum Ziel, jemandem zu zeigen, wo der sprichwörtliche Hammer hängt. Denn Sie sind ja nicht der giftige Zeitgenosse. Das ist der Unterschied.

Das eigene schlechte Gewissen bändigen

ap4ad89f7e57307_xsEs ist eine wunderbare Charaktereigenschaft, anderen gegenüber ein ausgeprägtes Mitgefühl zu zeigen. Doch im Umgang mit einem toxischen Menschen kann dieses Mitgefühl schnell zur Falle werden. Dieser Mensch wird das ganz einfach nur ausnutzen. Er wird Ihnen etliche Erklärungen und Entschuldigungen liefern, warum er so ist, wie er ist.

Das kann dazu führen, dass Sie dem giftigen Menschen gegenüber ein schlechtes Gewissen entwickeln, denn er hat „er ja nicht leicht und ist ganz arm dran“.

Das ist er auch. Er ist arm dran. Wenn man in der eigenen Destruktivität gefangen ist, ist das bestimmt ganz fürchterlich. Aber wenn Sie jetzt ein schlechtes Gewissen entwickeln, weil Sie Ihre eigenen berechtigten Interessen durchsetzen oder dem Giftzwerg Grenzen aufzeigen, werden Sie diesem giftigen Zeitgenossen hilflos ausgeliefert sein. Dann sind Sie wie Wachs in seinen Händen. Und genau das dürfen Sie nicht zulassen.

Zeigen Sie Mitgefühl, doch bleiben Sie sich selbst und Ihrem Ziel absolut treu.

Unterstützung suchen

Der Umgang und die Gegenwart von Giftzwergen ist höchst anstrengend, kräftezehrend, aufwühlend und eine psychisch stark belastende Sache. Hier helfen Menschen, die uns wohlgesonnen sind, die uns zuhören und uns auf die Vernunftebene zurückholen. Menschen, die uns das Gefühl geben, das wir in Ordnung sind.

Im Umgang mit giftigen Menschen fangen wir nicht selten an, uns selbst in Frage zu stellen. Genau jetzt brauchen wir Menschen in unserem Umfeld, die uns diese Selbstzweifel nehmen, die uns bestätigen, stärken – einfach Zuneigung und Liebe.

Auch auf der Sachebene ist Unterstützung sehr wichtig und hilfreich. Neben den emotionalen Belastungen müssen Fakten geklärt werden. Im Konflikt zwischen Nachbarn, wo die Grundstücksgrenze tatsächlich verläuft. Im Streit mit dem Exmann/-frau um den Besitz, um Unterhalten oder Besuchszeiten der Kinder.

Im Umgang mit giftigen Zeitgenossen gilt grundsätzlich, sich so viel Unterstützung wie möglich zu holen.

Der giftige Zeitgenosse will keinen Frieden

Friedliebende Menschen gehen davon aus, dass andere auch Frieden wollen. Doch das ist ein Trugschluss. Besonders diese giftigen Menschen suchen oft den Konflikt, den Streit, die negative Emotion, die Intrige. Gehen Sie also nicht davon aus, dass dem anderen auch an Frieden gelegen ist.

Mit diesem Fehldenken, dass der andere Frieden will, schätzen Sie die Reaktionen und das Tun des toxischen Menschen falsch ein und handeln aus dieser Annahme, dass wir es mit einem ähnlich Gesinnten zu tun haben, ungeschickt.

Machen Sie sich immer wieder klar: Der Giftzwerg will keinen Frieden. Er will viel eher Krieg. Auch wenn er verbal das Gegenteil behauptet.

Versuchen Sie nicht, den Giftzwerg zu überzeugen

Kennen Sie folgende Gedanken:

„Ach, wenn der andere doch endlich begreifen würde, dass er allen anderen das Leben so schwer macht.“ oder:

„Wenn ich ihm einfach meine Sichtweise begreiflich machen könnte.“

Dieser Wunsch und dieses Denken ist völlig normal und natürlich. Doch bei Giftzwergen absolut sinnlos. Toxische Zeitgenossen sind genau daran nicht interessiert, Ihre Sichtweise zu verstehen.

Diese Menschen wollen in Ihrem persönlichen Sumpf verbleiben, sie wollen Ihre Erklärungen nicht hören – hier ist Ihre gutgemeinte Überzeugungsarbeit vergeudete Energie.

Diese besondere Spezies der toxischen Menschen müssten sich dann selbst in Frage stellen – und genau das wollen und können sie nicht.

Der einzig richtige Weg für Sie: Setzen Sie Ihre Interessen durch und ziehen deutliche, klare Grenzen.

Sie werden den toxischen Menschen nie verstehen

Wenn sich ein Mensch so giftig-destrukiv verhält, sind wir normalerweise wie wie vor den Kopf gestoßen und völlig perplex. Wir fragen uns: „Warum tut der das bloß?“ 

Natürlich können wir uns eine Menge Gründe ausdenken:

  • Schwere Kindheit?
  • Nie eine Chance gehabt?
  • Viele Enttäuschungen?
  • Persönlichkeitsstörung?
  • Hat es schwer im Leben?
  • Ist ihm einfach langweilig?

Doch so gute und viele Gründe Sie sich ausdenken, warum sich der andere so giftig verhält – das hilft Ihnen nicht weiter – es nutzt nichts. Der andere ändert sich dadurch nicht.

Wir sind weder der Therapeut oder der Coach des giftigen Zeitgenossen. Es ist nicht unsere Aufgabe, ihn zu heilen.

Wenn sie versuchen, einen Giftzwerg zu verstehen, ist es verschwendete Energie, die Sie besser in folgende drei wichtigen Punkte investieren:

  • Wie kann ich meine Ziele in dieser Sache erreichen?
  • Wo sind meine Grenzen und wie kann ich diese deutlich machen und verteidigen?
  • Wie kann ich mich psychisch schützen?

Agieren anstatt reagieren

Mit Giftzwergen könnten Sie permanent in einen Schlagabtausch geraten:

Ihr toxisches Gegenüber tut etwas, was Sie nicht auf sich beruhen lassen wollen.

Sie reagieren.

Er sagt oder tut etwas, um Ihre Antwort noch zu toppen.

Darauf gibt es wieder von Ihrer Seite eine Retourkutsche.

So eskaliert die Sache weiter und weiter.

Machen Sie sich bitte klar, dass Ihre eigene Reaktion einzig und alleine durch die vorangehende Aktion des toxischen Gegenübers bestimmt wird. Ihr Handeln ergibt sich aus der Aktion des Gegners.

Beispiele:

  • Er beauftragt einen Anwalt, ich beauftrage einen Anwalt.
  • Er sägt an meinem Baum. Ich schneide ein Loch in seine Hecke.
  • Er hat das Konto leergeräumt. Ich löse die Lebensversicherung auf.

Merken Sie, wie berechenbar Sie in Ihren Handlungen sind? Genau das ist das Spielfeld des manipulativ-giftigen Menschen – da kennt er sich aus, da ist er zu Hause. Und in der Regel sind diese Zeitgenossen darin deutlich besser als Sie. Der Grund liegt einerseits darin, dass sie darin Übung haben. Andererseits, weil sie keine Angst vor Konflikten, Stress oder Druck haben. Ganz im Gegenteil, deswegen spielen sie das Spiel ja.

Wichtig für Sie ist jetzt, nicht einfach nur auf das zu reagieren, was der andere getan hat. Besser ist jetzt, selbst in die agierende Position hineinzugehen.

 

woman hiking in the mountain

Fragen Sie sich selbst:

  • Wie könnte ich das Spiel bestimmen, welches hier gespielt wird?
  • Welche Reaktion erwartet der Giftzwerg von mir?
  • Was wäre, wenn ich einfach nicht reagieren würde?
  • Was müsste ich tun, um aus der Spirale auszubrechen?
  • Womit würde ich meinen „Gegner“ verblüffen?
  • Und das Wichtigste: Was ist mein Ziel? Und was ist die beste Reaktion, um meinem Ziel näher zu kommen?

Sagen Sie sich immer wieder: Agieren. Nicht reagieren.

Zurücklehnen. Durchatmen. Nachdenken. Die Situation aus der Distanz und von oben betrachten.

Nicht einfach blind zurückschlagen. Nicht einfach nur reagieren.

Klug und weise handeln.

Fazit:

Einfach ist der Umgang mit Giftzwergen nicht. Doch diese Tipps unterstützen uns, einerseits diese Menschen bei Möglichkeit zu meiden und andererseits die Begegnung mit ihnen distanzierter anzugehen. Das schützt uns und macht uns in unserem ganzen Auftreten selbstsicherer und souveräner.

By |Oktober 20th, 2016|

Eine wunderbare, weise Geschichte

Den Weg zur Lösung finden - Konzept

Willst du Recht haben oder glücklich sein

Die Schnur

Es war einmal ein indischer König namens Akbar.

Eines Tages spannte er eine Schnur und forderte seine Minister auf: Schneidet diese Schnur nicht ab, verknotet sie nicht, doch verkürzt sie auf eine andere Art und Weise.

Die Minister dachten lange nach, kamen aber zu keinem Ergebnis. Schließlich stand einer der weisesten Männer auf und spannte eine längere Schnur daneben. Durch diese zweite, längere Schnur wurde die erste automatisch verkürzt, ohne jedoch verknotet oder abgeschnitten zu werden.

Da sagte König Akbar:
So sollten auch wir die Meinung eines anderen weder umbiegen noch beschneiden, sondern nur unsere eigene Schnur daneben spannen. Dann mögen die anderen selbst entscheiden, was länger oder kürzer – was besser oder schlechter ist.

(Quelle unbekannt)
By |August 15th, 2016|

Der 122. Podcast „Charisma & Persönlichkeit“ ist online

Männliche und weibliche Körpersprache

“In Stille und Bewegung kann man das Spiegelbild der Leute zeigen.” (Marcel Marceau)

  • Frauen neigen tendenziell eher zu einer Schutzhaltung, erzählen mit leiser, zurückhaltener Stimme über sich, über ihre Qualitäten
  • Männer öffnen eher ihren Brustkorb, erzählen mit lauter, deutlicher Stimme von Ihrem Können

Folgen der Schutzhaltung

  • Eine Schutzhaltung raubt uns den Atem, nimmt uns den natürlichen Bodenkontakt und verstärkt die Unsicherheit.
  • Sie ist mehr als energieraubend und ungesund.
  • Fehlhaltungen wirken sich nicht nur ungünstig auf die Wirbelsäule aus, sondern auch auf den Energieverbrauch, Atem und Stimme.

Präsenz durch Bejahen der eigenen Person

  • Stellen Sie sich bequem in Hüftbreite hin, die Fußspitzen zeigen nach vorne, Knie sind leicht gebeugt.
  • Das Becken ist in Mittelstellung – schaukeln Sie mit dem Becken nach vorne und zurück und lassen Sie los.
  • Schultern einmal von vorne nach hinten in Richtung Ohren überdrehen und mit der Ausatmung loslassen.
  • Ihr Kopf wird von einer imaginären Schnur in Richtung Himmel gezogen.
  • Ihr Kiefer ist locker, die Atmung fließt.

Gehen Sie mutig und bewusst

  • Stellen Sie sich bewusst mit beiden Beinen in Hüftbreite hin und machen Sie einen Schritt, indem mit Ihrem Fuß den ersten Impuls geben und die Ferse am Boden aufsetzen, der Körper bleibt aufrecht.
  • In dem Moment, wo Sie mit der Ferse abrollen, folgt der restliche Körper im Vertrauen.
  • Sie gehen Schritt für Schritt, indem Sie Ihre Füße von den Fersen über die Ballen und die Zehen abrollen.
  • Aktivieren Sie Ihre Arme, indem Sie sie gegengleich mitnehmen. Das stärkt den Mut.
  • Diese Gehweise lässt Sie atmen, ohne sich zu überfordern.

 

HH-Podcast-Charisma-neuHier geht’s zum Download: http://www.heikeholz.de/mediathek/podcast-charisma-und-personlichkeit/

By |Mai 7th, 2016|

Der 108. Podcast ist online: Der Einfluss unserer Sprache

Man hat seine eigene Wäsche, man wäscht sie mitunter. Man hat seine eigenen Wörter, man wäscht sie nie. (Berthold Brecht)

HH-Podcast-Charisma-neu„Ich muss noch“ – Solche oder ähnliche Formulierugen setzen uns unter Druck, haben großen Einfluss auf unser Leben und auf das Miteinander mit anderen.

Gedanken hierzu von Mechthild von Scheurl-Defersdorf aus ihrem Ratgeber „In der Sprache liegt die Kraft“

Zum Download: http://www.heikeholz.de/mediathek/podcast-charisma-und-personlichkeit/

 

home-teaser-businessSeminar zur Vertiefung und zum intensiven Üben:

Profiwissen Kommunikation im Business – Das Seminar für ein erfolgreiches Miteinander in der Geschäftswelt

25. September 2015 – 9.00 Uhr-17.00 Uhr in Rosenheim
Anmeldung: kontakt@heikeholz.de

By |Juli 20th, 2015|

150 Podcast-Hörsendungen in 6 Jahren…. Und wann ist ein Podcast richtig gut?

Über 150 selbstproduzierte Podcasts und gefühlte 5000 Hörsendungen von Podcastkollegen, Trainern, Radiomoderatoren inspirieren mich jetzt, der Einladung zur Blogparade von Christian Gursky (http://www.gursky.de) zu folgen. Er fragt:

“Was sind die drei wichtigsten Dinge, die ein Podcast bieten muss, damit Du ihn gerne hörst?”

home-02-podcast-picSeit 2008 gibt es meine Podcasts – mit 60 Folgen „Das Abenteuer Stil und Etikette“ hat alles begonnen – den gibt es bei mir auf der Web-Site zum Download -,

 

HH-Podcast-Charisma-neudann ging es 2010 mit „Charisma & Persönlichkeit“ weiter…. das sind auch schon 91 Folgen… weitestgehend sehr gute bis spitzenmäßige Rezensionen, aus denen ich natürlich auch sehr viel gelernt habe.

Meine 3 Tipps für einen beliebten Podcast mit Wiedererkennungswert:

1. Zuhören mit Spaß

Mit einer angenehmen, ruhigen (nicht einschläfernden), entspannten Stimme fesseln wir den Zuhörer. Monotonie in der Stimme oder auch, wenn der Text abgelesen wirkt, lässt uns abschalten – wenn es auch nicht die Stopp-Taste ist, so schalten wir mental mit unserer Zuhör-Präsenz ab. Ablesen an sich ist für mich nichts Negatives – wer schon häufiger Hörbücher gehört habt, genießt regelrecht abgelesene Texte – ich höre beispielsweise bei meinen langen Autofahrten gerne Hermann Hesse, Paulo Coelho etc. – diese Werke werden durchweg „abgelesen“, dennoch hängen wir mit voller Aufmerksamkeit machmal sogar wie hypnotisierst an den Erzählungen, sodass die Stunden auf der Fahrt verfliegen.

herz_3[fusion_builder_container hundred_percent=Oft hören wir ja nebenbei beim Joggen, Radfahren, Autofahren, in der U-Bahn/Bus die Hörsendungen. Also ist es von Vorteil, mit kurzen Sätzen die Inhalte prägnant rüber zu bringen, dass der Hörer auch nach Ablenkungen und kurzer Unaufmerksamkeit wieder einsteigen kann.

Den Zuhörer persönlich anzusprechen und einzubeziehen mit an ihn gestellten Fragen, um seine Meinung zu bitten, ist für mich auch sehr wichtig. Ich versuche eine Verbindung aufzubauen, indem ich mich in seine Situation versetze, damit er spürt, dass die Informationen für ihn persönlich bestimmt sind. Ich spreche den Podcast, so wie ich auch meine Seminare und Vorträge halte: Nicht, um mein Ego auszuleben (auch wenn ich mich natürlich enorm über Anerkennung und Lob freue), sondern weil es mir Spaß macht, andere Menschen weiter zu bringen, glücklicher zu machen und sich selbst und der Welt ein Stück näher zu kommen. Das ist für mich der Weg in die persönliche Freiheit, in die wahre Freude und echte Selbstliebe.

Oft erhalte ich Mails von Podcasthörern – diese werden alle von mir beantwortet. Das entspricht für mich dem Wert der Menschlichkeit, der Wertschätzung und Achtung dem anderen gegenüber. Themenvorschläge von meinen Hörern nehme ich gerne an – hier spüren meine Hörer, dass ich Ihre Anliegen ernst nehme und gerne in die Kommunikation einsteige.

2. Der Erfolg liegt in der Vorbereitung

home-06-balanceAus meiner Sicht sollte ein Podcast gut vorbereitet sein. Das heißt, ich mache mir Gedanken, über was ich sprechen möchte, was mich aktuell interessiert, was mich berührt – hier versuche ich Pro und Contra darzustellen, verschiedene Sichtweisen mit einfließen zu lassen. So macht sich auch mein Hörer dazu Gedanken, kann viel eher nachvollziehen, wieso ich zu dieser oder jener Meinung komme. Eine Vielfalt von Themen, eine Unterschiedlichkeit der Inhalte, die Abwechslung und Vielfalt – das mögen meine Hörer bei meinen Sendungen. Sie sagen: „Ich frage mich, worüber will Frau Holz eigentlich noch sprechen, es ist doch alles gesagt – und doch überrascht sie immer wieder mit neuen Gedanken, mit weiteren interessanten Aspekten.“

Mit liegt es fern zu missionieren, doch kann ich durch Geschichten, durch Geschehen, durch Praxisbeispiele oder auch durch zugrundeliegende Studien oft deutlich machen, wieso es sich für die eigene persönliche Weiterentwicklung lohnt, das ein oder andere zu überdenken, zu reflektieren und authentisch im Einklang mit der eigenen Persönlichkeit zu wachsen.

3. Qualität auf allen Ebenen

Meine Podcasts erscheinen regelmäßig! Im 2-3 Wochen-Rythmus können meine Hörer auf eine neue Sendung gespannt sein. Bei mir gibt es keine unangekündigten Podcast-Pausen, nach dem Motto: Freuen Sie sich schon auf die nächste Sendung, da geht es um jenes und dieses Thema… – Und dann hören die Abonnenten moooonatelang nix von mir… das ist für mich vorgelebte Unzuverlässigkeit. Ich kann nicht Wasser predigen und Wein trinken, wie es so schön heißt: Ich vermittle als zentrales Thema „Persönlichkeit“ – hier geht es um Verlässlichkeit, Stetigkeit, innere Stärke und Stabilität, Motivation, Vertrauen, Verbindlichkeit und und und…. – also lebe ich genau das vor, soweit es mir möglich ist. Und wenn ich eine Podcast-Pause plane (kam noch nie vor), dann kündige ich das an, um genau diese Werte auch authentisch zu transportieren. Meiner Ansicht nach drücke ich auch damit, mit solchen vermeintlichen Kleinigkeiten, meine Wertschätzung und Achtung vor meinen Hörern aus – und das ist eine Sache der wertschätzenden Umgangsformen: Wie achtsam ist mein Umgang mit den anderen Menschen, meinem Umfeld?

Bildschirmfoto 2014-08-18 um 10.54.41Die Technik ist für mich auch ein wichtiger Punkt. Hörsendungen, die sehr schlecht zu verstehen sind, werden nur ungern gehört. Gerade weil Podcasts sehr häufig „nebenbei“ gehört werden, niemand seinen Kopfhörer extra tief ins Ohr pressen oder sich besonders nahe an eine Lautsprecherbox setzen möchte, meist auch Nebengeräusche vorhanden sind (Auto, Natur, Stimmen im Umfeld), ist die Tonqualität von Bedeutung. In einer digitalen Welt, in der kein Kratzen und Rauschen der Sendungen im Radio oder beim Hören der Schallplatte wahrzunehmen  ist, fallen hier Misstöne und Mängel besonders auf.

Ja, das sind für mich die drei wichtigsten Punkte. Jetzt bin ich gespannt, was für euch wichtig ist – ich freue mich über eure Meinung und euer Feedback :-)[/fusion_builder_column][/fusion_builder_row][/fusion_builder_container]

By |August 18th, 2014|

Der 87. Podcast ist online: Vom Umgang mit Gefühlen

Folge 87: Gefühle – Der Schlüssel für gute Beziehungen

So führen Sie Gespräche mit Empathie und Gefühl
Lernen Sie Ihre eignen Gefühle wahrzunehmen und zu formulieren
Wie gehen Sie mit den Emotionen des Gegenübers um

Gedanken von Stephane Etrillard im Online-Magazin Pandsid – http://www.yumpu.com/de/document/fullscreen/23633683/pandsid

Hier zum Herunterladen und Hören: http://www.heikeholz.de/html/charisma1.html

By |Juni 10th, 2014|

Der 47. Podcast: Kommunikation mit Wohlfühlfaktor

2005 machte eine wissenschaftliche Studie Furore, in der die amerikanische Psychologin Barbara Fredrickson und der brasilianische Unternehmensberater Dr. Marcial Losada eine spannende Entdeckung veröffentlichten: Es gibt einen nachweisbaren Zusammenhang zwischen der Performance eines Teams und der Art der Sprache, die Teammitglieder miteinander pflegten.

Dazu Barbara Fredrickson: „Wir gingen in 60 Unternehmen und transkribierten jedes Wort, das in den Team-Meetings diese Unternehmen geäußert wurde. Einige dieser Teams waren „High-Performer“, andere „Low-Performer“ und wieder andere Teams lagen im Mittelfeld. Danach kodierten wir jeden Satz nach positiven und negativen Äußerungen und berechneten das Verhältnis von positiven zu negativen Wortmeldungen. Unsere Studie zeigt klar auf: Es gibt hier eine klare Trennlinie.

Teams, bei denen das Verhältnis von positiven zu negativen Aussagen besser als 2,9 : 1 war, waren eindeutig „High Performer“. Sie hatten ein deutlich besseres Team-Klima, eine größere Bandbreite von kreativen Ideen, wenn es um Problemlösungen ging und es waren zudem auch die erfolgreichsten Teams, gemessen an Kriterien, wie Profitabilität und Kundenzufriedenheit.“

Losada zählte damals in den Teammeetings:

1. negative Redebeiträge wie gegenseitige Abwertungen, Geringschätzungen, Missbilligung, oder sogar Sarkasmus und Zynismus im Vergleich zu positiven Aussagen, wie Ermutigung und Wertschätzung

2. wie oft Team-Mitglieder sich gegenseitig in Frage gestellt haben im Vergleich dazu wie stark sie sich gegenseitig unterstützt haben

3. wie oft die Mitglieder der einzelnen Teams eher auf sich selbst bezogen waren – also versuchten, die eigene Meinung und den eigenen Standpunkt durchzusetzen im Vergleich dazu, wie oft sie versuchten, wirklich zu verstehen, was der andere meint.

Wenn es also mindestens 3 Mal so viel wertschätzende, unterstützende und positive Wortbeiträge in den Teammeetings gab, blühten die Menschen richtiggehend auf. Und nicht nur, dass sie sich wohler fühlten, nein, dies schlug sich sogar ganz deutlich in ihrer Performance nieder.

By |Juni 24th, 2012|