35 Tipps zum Umgang mit Geld und Leben

 Auszug aus dem Buch „Psychologie des Geldes“ von Dr. Rüdiger Dahlke

Ich finde diese Anregungen so wertvoll, dass ich euch auch daran teilhaben lassen möchte:

  1. Auch wenn unsere Kultur dazu neigt, persönliche Opfer statt eigener Produktivität zu belohnen, können wir das für uns jederzeit ändern und anstatt ständig beschäftigt, immer mal wieder produktiv und erfolgreich sein. Das ist eine Frage der Resonanz. Gehen sie Pilze finden statt suchen!
  2. Die beliebteste Ausrede ist, ich mache es morgen und wenn nicht morgen, dann irgendwann… Dagegen steht weiterhin die zeitlose Wahrheit: ¨Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!¨
  3. Die meisten Leute wählen lieber Unglück als Unsicherheit. Versuchen Sie es umgekehrt, denn Unsicherheit bietet Chancen.
  4. Was alle tun, muss gar nicht gut und erst recht nicht erfolgreich sein. Versuchen Sie, Ihre eigenen Wege zu gehen!
  5. Es gibt unendlich viele schwere Sorgen, doch die meisten von ihnen treffen gar nicht ein, wusste schon Mark Twain.
  6. Das Häufige ist häufig, das Seltene selten! Es lohnt nicht, sich auf alle kleinsten Eventualitäten einzustellen. Um 95% einer Sprache zu lernen, braucht man ca. ein Jahr, um weitere 3% zu lernen ca. 10 Jahre. Die Frage ist, lohnen diese?
  7. Meistens gilt: Wovor wir am meisten Angst haben, das sollten wir am dringendsten tun – jedenfalls falls wir uns entwickeln und Erfolg haben wollen. Geschäftigkeit ist ein häufiger Weg, um Beängstigendem und Vorrangigem aus dem Weg zu gehen.
  8. Oft korreliert der Lebenserfolg erstaunlich mit der Bereitschaft, unangenehme Dinge zu tun und entsprechende Gespräche zu führen. Versuchen Sie es einmal mit einem solchen Thema pro Tag. So wird Ihnen der unangenehme Stoff bald ausgehen und sich stattdessen Erfolg einstellen.
  9. Wählen Sie sich ruhig große Ziele und hüten sich davor, die Konkurrenz zu über- und sich zu unterschätzen. Große Ziele mobilisieren alle Kräfte in Ihnen einschließlich der Neurotransmitter Adrenalin, Serotonin und Dopamin, die Sie auch durch große Krisen tragen können. Kleine Ziele mobilisieren dagegen nur wenig Energie und Neurotransmitter und führen nicht weit. Um herausragende Ziele und Projekte gibt es außerdem deutlich weniger Konkurrenz.
  10. Fragen Sie sich, was Sie wirklich „anmacht“ und gehen dem nach. Wenn Sie angemacht sind, sind Sie tatsächlich angeschaltet. Bei allem anderen haben sie zu wenig Energie zur Verfügung. Was Sie jedoch anmacht, entfacht in Ihnen ungeahnte Kräfte, die sich in einem beeindruckenden Neurotransmitter-Cocktail spiegeln, den Ihr Organismus ausschüttet, wenn Sie sich angemacht fühlen.
  11. 80% Ihres Erfolges beruhen nach dem Pareto-Prinzip auf 20% Ihrer Aktionen. Finden Sie heraus, welche das sind, und minimieren Sie die übrigen 80%. Oft ist Zeitmangel und mangelnder Erfolg nur ein Mangel an Prioritäten. Seien Sie kritisch mit sich und fragen Sie sich, ob Sie hin und wieder Arbeit erfinden, um wichtigere lukrative Arbeit zu umgehen. Wenn ja, haben Sie ein Erfolgs-Sabotage-Programm laufen. Finden und ersetzen Sie es!
  12. Begrenzen Sie Ihren Einsatz auf die wichtigsten Felder (nach dem Pareto-Prinzip), um Zeit zu sparen. Begrenzen Sie Ihre Arbeitszeit, um Ihre Arbeit auf das Wichtigste zu konzentrieren (Parkinsons Prinzip).
  13. Essen Sie nicht zu viel und zu falsch und informieren Sie sich nicht zu viel und zu falsch. Wenn Sie täglich die Zeitung lesen, stellen Sie um auf ein Wochenmagazin wie die „Zeit“ und lesen Sie dort nur, was Sie wirklich interessiert. Wenn Sie das bereits tun, suchen Sie sich einen guten Infodienst im Netz und überfliegen mit der Zeit nur noch Schlagzeilen.
  14. Ertragen Sie keine Schwätzer, sonst werden Sie am Ende noch einer.
  15. Vergessen Sie Multitasking. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Sie viel besser fahren, wenn Sie die Dinge konzentriert hintereinander erledigen.
  16. Wenn etwas nicht gut für Sie ist, lassen Sie es sofort sein. Das gilt für Essen, Informationssendungen, Filme, Vorträge, Bücher und vieles andere …
  17. Vergessen Sie allen Stolz und geben Sie Dinge auf, die nicht funktionieren! Stolz muss man sich leisten können, es kostet viel und sinnloses Geld.
  18. Nur wer gar nichts tut, macht keine Fehler. Machen Sie also ruhig Ihre Fehler – aber jeden nur einmal.
  19. Schützen Sie sich vor ständigen Störungen über Handy, E-Mails, Post usw. Leisten Sie sich Zeiten, die absolut frei davon sind. Bearbeiten Sie niemals zu Ihren besten Zeiten – etwa am Morgen – relativ unwichtige Dinge wie E-Mails.
  20. Wechseln Sie (durch Abschalten) von Handy-Kommunikation auf E-Mails und reduzieren diese drastisch, durch kurze sachlich Antworten und Nutzen der Löschfunktion bei allen, die es verdient haben. Das schafft Ihnen Zeit für Liebesbriefe oder was immer Sie wirklich wollen.
  21. Sorgen Sie dafür, dass Sie körperlich, seelisch und geistig fit sind. Essen Sie gut und wenig, morgens nüchtern einen Löffel Aminas mit viel Wasser, um Ihr Wohlfühlhormon Serotonin für den Tag sicherzustellen.
  22. Essen Sie nie mehr nach dem Abendessen und sorgen so für eine mindestens 12-stündige Verdauungspause, um genug Wachstumshormon (HGH) in der Nacht zu produzieren. Es fühlt sich an wie Kreativität und gute Ideen.
  23. Seien Sie mutig und scheren Sie sich nicht darum, was die Leute denken.
  24. Selbst wenn Sie vieles besser (zu) können (glauben) als der Rest der Welt, fragen Sie sich, ob es das Wert ist.
  25. Die Oberstufe des Delegierens: Lassen Sie mit der Zeit andere all das machen und entscheiden, was diese können, sodass Ihnen zum Schluss wirklich nur das zu tun bleibt, was wirklich nur Sie können. Sie werden staunen, was die anderen doch alles können und was das bringt, das nur Sie können.
  26. Bevor Sie aber zu delegieren anfangen, sollten Sie eliminieren lernen, was wenig oder gar nichts bringt.
  27. Henry David Thoreau, der Naturphilosoph, sagte, jemand ist reich in dem Ausmaß, wie er sich leisten kann, Dinge sein zu lassen und dabei nicht nur zeigen, wie reich Sie sind, sondern dadurch noch (erfolg-)reicher werden.
  28. Stellen Sie die richtigen Fragen zur richtigen Zeit. Ein Franziskaner sah einen Jesuiten im selben Zugabteil beim Brevierlesen rauchen. Etwas neidisch wies er ihn darauf hin, dass das verboten sei. „Im Gegenteil“, entgegenete der Jesuit, „ich habe die Erlaubnis des heiligen Vaters.“ Erstaunt wandte sich der Franziskaner später selbst an den Vatikan und erhielt eine Bestätigung des Rauchverbotes beim Brevierlesen. Wütend konfrontierte er den Jesuiten bei nächster Gelegenheit damit: „Ach entschuldige“, sagte dieser, „ich vergaß, du bist ja Franziskaner und hast sicher gefragt, ob du beim Brevierlesen rauchen darfst?“ – „Natürlich!“, entgegenete der Franziskaner. – „Ach, du hättest nur fragen müssen, ob du beim Rauchen Brevierlesen darfst.“
  29. Oder fangen Sie einfach an, ohne zu fragen, und schaffen Sie Tatsachen in Ihrem Sinn. Entschuldigen können Sie sich immer noch…
  30. Fragen Sie also gar nicht so viel um Erlaubnis, sondern bitten lieber später um Entschuldigung oder Verzeihung. Viele Leute sind sofort bereit, Sie zu stoppen, bevor Sie begonnen haben, doch nur wenige wagen es, Ihnen in die Quere zu kommen, wenn Sie schon unterwegs sind.
  31. Zu viel und zu oft von allem, was Sie mögen, wird zu dem, was Sie gar nicht mögen – in Bezug auf Essen und Zeit, aber auch bezogen auf Geld. Das Polaritätsgesetz lässt grüßen!
  32. Wer mit wenig (Zeit-)Einsatz und viel Freude genauso viel gewinnt wie ein anderer mit großem Einsatz und entsprechender Quälerei verdient, ist mehr als doppelt so gut dran!
  33. Machen Sie sich klar, dass „verantwortlich“ und „schuldig“ nur aus sprachlicher Schlamperei synonym gebraucht werden. Übernehmen Sie Verantwortung, wo immer sich eine Gelegenheit bietet. Außer Ihnen wird es kaum jemand tun, was Ihren Erfolg und Ihre Position enorm fördert.
  34. Es gibt viele Wege und Methoden, aber nur wenige Prinzipien. Lernen Sie die Urprinzipien und finden Sie dann auf dieser Basis die richtige Methode, um ein Problem zu lösen und viel Geld leicht und Ihnen entsprechend zu verdienen.
  35. Lernen Sie ein Leben lang. Das wird Ihren Lebenserfolg verbessern, aber vor allem dem Leben viel mehr Qualität geben.

 

By |Oktober 28th, 2017|

Wenn du es nicht tust, tut es ein anderer…

Wer ist der Kapitän auf deinem Lebensschiff?

„Wenn du es nicht tust, dann tut es ein anderer.“

Ein paar Worte mit einer so großen Tiefe… immer wieder treffend und wahr…

Wenn du dich nicht um deine Kunden kümmerst, tut es ein anderer, wenn du ihnen das Produkt nicht verkaufst, tut es ein anderer, wenn du dich nicht um deiner Partnerschaft kümmerst, tut es ein anderer, wenn du deinem Partner nichts Liebes sagst, tut es ein anderer…

und wenn du dich nicht um DEIN Leben kümmerst, dein Leben in die Hand nimmst, tut es ein anderer…

Frage dich einfach, ob du Passagier in deinem eigenen Leben sein willst, ob du zuschauen willst, wie deine Kunden abwandern, du dich vielleicht irgendwann fragst, warum deine Beziehung zerbrochen ist, andere über dich und dein Leben entscheiden – oder ob du aktiv als Navigator deines Lebens etwas für dich und deine Beziehungen tun willst.

Mit einem Coach an deiner Seite

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Mit kleinen Schritten deinen Weg gehen

Zahlreiche Anregungen, wie wir mit uns selbst und mit anderen Frieden schließen, besser kommunizieren, in Harmonie kommen, findest du auch in meinem Buch „Glücklich sein verleiht Flügel“ – ein Buch, was wahrlich Flügel verleiht… 🙂

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Ein wunderbares Konstitutionsmittel, welches uns hilft, besser auf unser Herz zu hören und ins Vertrauen zu kommen, ist von Ethno-Health die perfekt abgestimmte Kräuter-Wurzel-Rezeptur „Herzkraft“

Und wenn wir das Gefühl haben, dass uns eher der Boden unter den Füßen weggezogen wird, wenn uns die Wurzeln in unserem Leben fehlen, dass wir so gar nicht auf unser Herz vertrauen können, stellt Wurzelkraft aus der Ethno-Health-Apotheke die perfekte Ergänzung dar.

 

 
 
 
 
Bildquelle: aboutpixel.de / Kapitän über Bord © gammelstaad
By |Juli 2nd, 2017|

Suche nach Erleuchtung….

Der Weg in die Eigenverantwortung

„Der Weg zum Ziel beginnt an dem Tag, an dem du die hundertprozentige Verantwortung für dein Tun übernimmst.“  (Dante Alighieri)

Der Schüler näherte sich dem Meister: „Seit Jahren suche ich die Erleuchtung“, sagte er „Ich fühle, dass sie nicht mehr weit ist. Ich möchte wissen, welchen Schritt ich als Nächstes tun soll“.
„Und wie erwirbst du deinen Lebensunterhalt?“ fragte der Meister.
„Noch habe ich nicht gelernt, mich selbst zu ernähren. Mein Vater und meine Mutter unterstützen mich. Aber das tut doch hier nichts zur Sache.“

„Der nächste Schritt besteht darin, dass du eine halbe Minute lang in die Sonne blickst“, sagte der Meister. Der Schüler gehorchte. Als die Zeit um war, bat der Meister den Schüler, er möge ihm das Feld um sich herum beschreiben. „Ich kann es nicht sehen, die Helligkeit der Sonne hat meinen Blick getrübt“, antwortete der Schüler.  

„Ein Mensch, der nur das Licht sucht und die Verantwortung für sich selbst anderen überlässt, wird die Erleuchtung nicht finden. Ein Mensch, der in die Sonne starrt, wird am Ende blind“, sagte darauf der Meister

(Paulo Coelho, „Der Wanderer“)

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Weise Geschichten zum persönlichen Erkennen

Wenn du Lust auf mehr weise Geschichten zum Inspirieren und Nachdenken hast, findest du eine große Sammlung auf meiner CD: Balsam für die Seele

By |Juni 26th, 2017|

Ganz viele wundervolle Erkenntnisse auf deinem Weg…

Eine Geschichte mit Tiefenwirkung

Autobiographie in fünf Kapiteln von Sogyal Rinpoche

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Ich gehe die Straße entlang.

Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.

Ich falle hinein.

Ich bin verloren … Ich bin ohne Hoffnung.

Es ist nicht meine Schuld.

Es dauert endlos, wieder herauszukommen.

 

2

Ich gehe dieselbe Straße entlang.

Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.

Ich tue so als sähe ich es nicht.

Ich falle wieder hinein.

Ich kann nicht glauben, schon wieder am selben Ort zu sein.

Aber es ist nicht meine Schuld.

Immer noch dauert es sehr lange, herauszukommen.

3

Ich gehe dieselbe Straße entlang.

Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.

Ich sehe es.

Ich falle immer noch hinein … – aus Gewohnheit.

Meine Augen sind offen, ich weiß, wo ich bin.

Es ist meine eigene Schuld (Verantwortung).

Ich komme sofort heraus.

4

Ich gehe dieselbe Straße entlang.

Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.

Ich gehe darum herum.

5

Ich gehe eine andere Straße.

Lust auf Weiterkommen?

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Geschichten zeigen uns den Weg

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By |Mai 20th, 2017|

Den Gedanken Flügel verleihen

Kluge Menschen fragen viel – Nachdenken und Philosophieren mit Kindern und jungen Erwachsenen

 

„Der größte Fehler, den man bei der Erziehung zu begehen pflegt, ist dieser, dass man die Jugend nicht zum eigenen Nachdenken gewöhnt.“  (Gotthold Ephraim Lessing)

Der große Denker Aristoteles prägte vor nahezu zweieinhalbtausend Jahren u.a. einen ganz bedeutsamen Satz: „Das Philosophieren beginnt mit dem Staunen“. Und es gibt vieles mit Kindern zu bestaunen: dass es beispielsweise Vögel gibt, die ihr Leben lang in der Luft bleiben, warum der Mond Ebbe und Flut bestimmt, warum Flugzeuge überhaupt fliegen können und große Schiffe nicht untergehen müssen, warum schlafende Vögel nicht von ihrem Ast herunterfallen oder warum wir Menschen beim Niesen die Augen schließen?

„Jedes Kind ist gewissermaßen ein Genie und wer nicht zeitlebens gewissermaßen ein großes Kind bleibt, sondern ein ernsthafter, nüchterner, durchweg gesetzter und vernünftiger Mensch wird, kann ein sehr nützlicher und tüchtiger Bürger dieser Welt sein; nur nimmermehr ein Genie“, so sagt der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer.

Weshalb kommen Eltern mit ihren Kinder oft so schwer ins Nachdenken und Philosophieren?

home-teaser-privateIm Gegensatz zu Kindern, die über viele wahrgenommene Eindrücke aus ihrem Umfeld nachdenken und immer auf der Suche nach eigenen Antworten sind, haben Erwachsene häufig eine „andere Art des Denkens“. Für sie existiert in der Regel nur das „Objektive“ und das „Vernünftige“, und das verleitet sie wiederum dazu, immer weniger die Vielfalt von unterschiedlichen Betrachtungsweisen zu bemerken und anzunehmen. Die Gedankenwelt der Erwachsenen scheint alles Wahrgenommene in zwei Kategorien zu teilen – in „richtig“ und „falsch“, in „angemessen“ oder „unangemessen“, in „brauchbar“ oder „unbrauchbar“, in „klug“ oder „dumm“. Dies hängt sicherlich mit der selbst genossenen „Bildung“ des Erwachsenen zusammen, die in der Regel sicherlich nach folgendem Muster abgelaufen ist: „Wissen ist die Krönung des Erfolgs und nur korrektes Wissen bringt den Menschen nach vorne.“

Alles andere, was nun auf dem Weg in eine Wissenserweiterung als hinderlich eingeschätzt wird, besitzt in Folge dessen subjektiv keinen Wert. Und dazu gehört das Philosophieren – es scheint zeitraubend (und damit Zeit verschwendend) zu sein, es kostet Anstrengung, selbst auf immer wieder neue Antwortsuchen zu gehen und es konfrontiert uns Menschen mit dem eigenen Unwissen – der anscheinenden „Dummheit“, die keiner gerne erkennt oder zugibt. So prägt die Art des Erwachsenendenkens auch die entwicklungsförderliche oder entwicklungshinderliche Kommunikationskultur mit Kindern.

Entsprechend meinen viele Erwachsene, Kinder belehren zu müssen, Antworten vorzugeben, „wahre“ Ergebnisse zu vermitteln und Kinder in immer jüngerem Alter „zur Vernunft“ zu bringen. Und so geschieht auch die tagtäglich zu beobachtende „Bildungsarbeit“ in vielen Kindertagesstätten: effizient, gradlinig, möglichst störungsfrei, lösungsorientiert, vernunftgesteuert, zeitbegrenzt und selbstverständlich als Erwachsener alles besser wissend. Wenn Kinder auf diese Weise in ihrer Erkenntnis gestützt werden, dass Erwachsene alles Wissenswerte beherrschen und ihre Alltagsfragen den Erwachsenen schon durch Antworten bekannt seien, dann können Kinder nicht mehr ins STAUNEN kommen, dann können Kinder sich nicht mehr wundern und werden nicht von Erkenntnissen ergriffen sein, dann geht die Freude an Gedankenspielen verloren und unbegreifliche Phänomene führen nicht dazu, vor Spannung zu platzen sondern vor Angst gedanklich blockiert zu sein. Vielleicht sollte man sich in diesem Zusammenhang an die folgende Aussage von Dr. Janusz Korczak erinnern: „Ein Kind ist kein Lotterielos, um den ersten Preis zu gewinnen.“

urlaub-coachingKinder stellen Fragen an das Leben – und suchen nach dem Sinn des Lebens und ihrer eigenen Existenz. Kinder betrachten sich selbst und ihr Umfeld als ein unendlich großes Sammelsurium ungeklärter Fragen, rätselhafter Erscheinungen und bedeutsam erscheinender Geheimnisse.

  • „Was war vor dem Anfang des Lebens und warum gibt es mich erst jetzt?
  • „Wo wäre ich jetzt, wenn ich noch nicht auf dieser Welt leben würde?“
  • „Wieso bin ich (k)ein Mädchen und (k)ein Junge geworden?“
  • „Sind Blumen vielleicht traurig, wenn sie ihre Köpfchen hängen lassen?“
  • „Wieso wacht man morgens immer wieder auf?“
  • „Wieso fallen die Sterne nicht vom Himmel, obwohl sie so schwer sind?“

Kinder suchen nach Erkenntnissen, die ihnen helfen, ihre eigenen Deutungen zu finden und gegebenenfalls mit anderen Deutungsmustern zu vergleichen. Und das ist etwas ganz Bedeutsames: Kinder wollen ihre Antworten entdecken und auf die Suche gehen, welche Gründe es bei der entsprechenden Fragestellung wohl geben mag. Damit ist „Bildung“ immer eine seelisch-kognitiv-motorische BEWEGUNG und kein Ergebnis! Carl Gustav Jung, der bekannte Schweizer Psychologe und Philosoph, formulierte das „Drama“ des Menschen einmal so: Erwachsene „wollen Sicherheiten und keine Zweifel, man will Resultate und keine Experimente, ohne darauf zu sehen, dass nur durch Zweifel Sicherheiten und nur durch Experimente Resultate entstehen können.“

Der berühmte griechische Philosoph Sokrates, Sohn einer Hebamme, nannte sein unermüdliches Fragen und Nachdenken die „Hebammenkunst“, weil er mit den Antworten, die er suchte, etwas Lebendiges gebären wollte. Für ihn gab es nie „die einzig richtige Antwort“. Vielmehr war er auf der Suche nach den Weisheiten des Lebens, die es galt, durch Fragen an das Licht der Welt zu holen. Pablo Picasso, der große spanische Maler, Graphiker und Bildhauer schrieb einmal: „Wenn es nur eine einzige richtige Antwort auf die vielen Fragen des Lebens gäbe, dann frage ich mich, warum es zu denselben Motiven so viele Bilder gibt.“

Fragen halten unser Denken in ständiger Bewegung…

Balance im Leben finden mit Heike Holz…und Antworten führen gewöhnlich zu einem gedanklichen Stillstand, der den flexiblen Geist mit der Zeit absterben lässt. Philosophie ist der Weg einer Selbst- und Bewusstwerdung. Alle Menschen sind in der Lage, über sich selbst, über Handlungen, über Gedanken, Ereignisse, Dinge, Gefühle, Absichten, Wirklichkeiten und Wünsche nachzudenken und zu sprechen. Dadurch bauen sie ein Selbst- Bewusstsein auf, erkennen ihre Stärken und Schwächen, Ängste und Freuden, entdecken ungeahnte, tief im Inneren verborgene Entwicklungsmöglichkeiten aber auch handlungshemmende Blockaden. Ein solcher Erkenntnis orientierter Lebensweg ist aber nur dann möglich, wenn Menschen mit Neugierde, Interesse, Engagement, Wissensdurst, Zweifeln, Staunen, einer tiefen Motivation, Lebendigkeit und Offenheit auf sich selbst, andere Menschen, Lebensumstände und Gegebenheiten zugehen (können).

So entstehen Bilder und Wahrheiten in den Köpfen der Menschen, die immer wieder handlungsleitende Impulse an das Gehirn weiterleiten und den Menschen handelnd statt abwartend, selbstaktiv statt Anstrengungen vermeidend, suchend statt wissend, verantwortungsbewusst statt verantwortungslos werden lassen.

„Die wirkliche Reise des Lebens besteht nicht nur darin, neue Welten zu suchen und zu entdecken, sondern seine eigene mit offenen Augen zu betrachten.“ (Sergio Bambaren)

Philosophie und das Nachdenken ist eine kindliche Alltagskunst.  Um gemeinsam mit Kindern zu philosophieren, bedarf es keiner abgehobenen, künstlich herbeigeführten Themen. Vielmehr ergeben sich philosophische Gespräche und Betrachtungen aus dem Alltagsgeschehen heraus. Allerdings bedürfen sie ganz bestimmter Merkmale und Bedingungen, unter denen sie sich besonders gut entwickeln können. Zunächst einmal setzt jede Form des Philosophierens und Nachdenkens eine innere Haltung voraus, geht es doch einzig und alleine darum, sich um Erkenntnisse zu bemühen, die das eigene Leben und das der anderen bereichern können. Dazu gehört zunächst die Einstellung, dass das Denken von Kindern weder naiv noch primitiv, unterentwickelt oder irrational ist. Kinder besitzen ein so genanntes mythisches Denken – Kinder denken in Bildern, entwickeln eigene Vorstellungsbilder, beseelen die belebte und unbelebte Natur und haben ihre subjektive Logik. Und das ist gut so, weil sie damit auf das Engste mit sich selbst verbunden sind. Diese innere Verbindung haben viele Erwachsene nicht mehr zu sich selbst. Sie sind vermehrt Außenwelt orientiert, schenken der „inneren Stimme“ immer weniger Beachtung und beziehen ihr Verhalten verstärkt auf die Wirkung, die sie damit auf andere ausüben. Ihr rationalistisches, häufig gefühlloses und aus Zusammenhänger heraus getrenntes Denken lässt es immer schwerer zu, sich selbst, die Welt und Kinder als Teile eines Ganzen zu begreifen. Kinder sind demgegenüber anders. Sie sind hellhörig, besitzen noch einen philosophischen Spürsinn und wagen Gedankengänge, die noch weitgehend frei vom Gefängnis der beherrschenden Konventionen sind.

Wie kommen wir mit unseren Kindern ins Nachdenken?

Wer mit Kindern philosophieren möchte, sollte sich zunächst mit Kindern immer wieder auf einen gleichwertigen, partnerschaftlichen Dialog einlassen, um über „Gott und die Welt“ nachzudenken. Das kann nur dort gelingen, wenn sich Erwachsene weitestgehend frei von einschränkenden Dogmen machen – so haben es Kinder nicht nötig, belehrt zu werden, sondern es geht darum, gemeinsam mit Kindern zu schauen, zu staunen und lernen zu wollen!

Eine Annäherung an die Welt des Kindes erfordert Empathie, die Wertschätzung der Wahrnehmung und Gefühle der Kinder und ein Interesse daran, die Sicht der Kinder auf ihre Welt zu verstehen. Philosophieren setzt die Kunst voraus, miteinander reden zu wollen, einander zuzuhören, den anderen aussprechen zu lassen, Vergleiche (ohne Wertung) anzustellen, Unterschiede oder Ähnlichkeiten in Vergleichen zu entdecken, aus einer gefundenen Antwort eine neue Frage abzuleiten, Behauptungen in Frage zu stellen, Begrifflichkeiten zu klären, einen eigenen Standpunkt zu vertreten und auch in Frage stellen zu lassen, Behauptungen zu begründen, Argumente hinterfragen zu lassen, Nachdenklichkeit zu entwickeln, alte Orientierungen anzuzweifeln und neue Orientierungen zu suchen, Zweifel auszusprechen, Wesentliches von Unwesentlichem zu trennen, an bestimmten Fragestellungen „dran zu bleiben“, sich Zeit zum gemeinsamen Nachdenken zu nehmen, neue Gedanken zu entwickeln und immer wieder Freude daran zu verspüren, der gesuchten „Wahrheit“ Schritt für Schritt näher zu kommen.

Abschied von Schablonen

aufstellungWas das Philosophieren mit Kindern vor allem nur ermöglicht, ist der Abschied von „Schablonen“ – den Denk- und Arbeitsschablonen gleicher Maßen! Letztere sind einfach zu entdecken, etwa in den Schränken, in den Schubladen oder auf Regalen. Erstere sind schwieriger zu identifizieren: Sie betreffen unsere Vorurteile, unsere starren Denkschemata, unsere (lieb gewonnenen) Alltagstheorien und unsere Sicherheit spendenden Einstellungen. Die Philosophie hat stets ihre Geschwister an ihrer Seite: die Flexibilität und die Fantasie, die Kreativität und das Querdenken, die Ideenläufigkeit und den Mut zum Wagnis. Und allen diesen philosophischen Begleitern ist ein schabloniertes Denken bzw. Handeln völlig fremd. Um das zu können, bedarf es immer wieder einer Anregung von starken Kräften, die eigene emotionale, soziale, kognitive und motorische Entwicklung nach vorne zu bringen. Und das heißt konkret und unmissverständlich:

  • Neues, Ungewohntes mit sich und auch den Kindern ausprobieren zu wollen;
  • sich aus inneren Zwängen befreien zu wollen,
  • in allen Entdeckungsfeldern des Lebens (der Partnerschaft, der Natur, der Einflussnahme auf andere …) neue, vertiefende Erkenntnisse gewinnen zu wollen und in innere Auseinandersetzungen mit sich selbst zu gehen, um der Grundsatzfrage des Lebens immer besser auf die Spur zu kommen: wer bin ich, was kann ich und welche Aufgaben habe ich in meinem Leben?
  • sich mit der eigenen Kommunikations- und Konfliktkultur selbstkritisch auseinanderzusetzen,
  • Handlungsverantwortlichkeiten bei sich selbst zu entdecken,
  • die Reflexionsfähigkeit als eine der wichtigsten Lebensqualitäten zu entdecken und die Genussfähigkeit im Leben intensiv erfahren zu wollen,
  • neue, lebensbedeutsame Erkenntnisse zu genießen, Humor und Lebensfreude zu genießen, Konfliktlösungen zu genießen, innere Freiheiten zu genießen und immer wieder eigene Entwicklungen zu genießen.
Quelle: http://www.win-future.de, Gedanken von Armin Krenz

Wer nicht genießen kann ist ungenießbar

HerzEs sind vor allem die Wärme, die Leichtigkeit und die Freude, die eine philosophische Gesprächsatmosphäre bestimmen. Zeigen Sie sich also auch von einer neugierigen Seite. Anstatt sofort einen Widerstand aufzubauen, sagen Sie einfach mal: „Das ist ja interessant“ – und lassen das Gesagte in sich wirken. So werden auch Sie staunen, was alleine dieser Satz in Ihnen öffnet und bewirkt. Nutzen Sie spontan kommende Gelegenheiten zum Gespräch und seien Sie gespannt, welche Sichtweisen und Ideen auftauchen, wenn Kinder und junge Erwachsene ganz unbefangen ihre Quelle zum Sprudeln bringen. Können Sie sich jetzt schon ausmalen, welche großartigen Erkenntnisse und außergewöhnlichen Ergebnisse entstehen können, wenn das Wissen und die Weisheit des Alters mit der Unbefangenheit und Leichtigkeit der Jugend gepaart wird?

 
By |Oktober 10th, 2015|

Sehr lesenwert: Rüdiger Dahlke über Beziehungen

Beziehungen / Lebensformen

Ruediger Dahlkes Bücher zu lesen verblüfft – ihn lebendig zu erleben läßt das Lachen manchmal im Halse stecken bleiben. Seine Erkenntnisse anzuwenden heißt auf erstaunlich direktem Wege heil-sein zu erleben.

(c)René Sputh

Beim Thema Beziehungen von Anfang bis Ende, könnte man auch durch ein kurzes Referat abhandeln, weil Beziehungen ja immer kürzer werden. Es gibt eine erstaunliche Tendenz zu beobachten: Von „Bis dass der Tod euch scheidet“  über „Lebensabschnittspartner“ zum aLAP= aktueller Lebensabschnittspartner“, bis zum „One-night-Stand“. Bei letzterem muß man sich allerdings fragen, ob das noch eine Beziehung ist, die diesen Ausdruck verdient. Ich würde eher verneinen. Das wäre jedenfalls eine Beziehung die praktisch nur den körperlichen Aspekt beinhaltet und damit auch weit weg von der Möglichkeit, Glück darin zu finden. Die Menschen, die sich auf diese Art von Beziehungen eingerichtet haben, sind erfahrungsgemäß auch nicht besonders glücklich, jedenfalls nicht wenn sie sich der Lebensmitte nähern.

Es gibt zum Beispiel in USA auch schon Zwischenlösungen, wie sich hinter dem Ausdruck „DINKS“ (double income, no kids, doppeltes Einkommen – keine Kinder) verbergen. Diese Art von Beziehung bringt auf jeden Fall weniger Herausforderung ins Leben, weniger Ärger, aber ganz offensichtlich auch weniger Entwicklung. Ähnliches zeichnet sich in der Tendenz zum „Singleismus“ ab. Auch diejenigen, die diese Lebensform ursprünglich propagiert haben, erleben mit der Zeit, dass sie offensichtlich auch nicht das Gelbe vom Ei ist. Was dieser Trend wirklich bedeutet, werden wir erst erleben, wenn die erste Single- welle ins höhere Alter kommt, in jene Zeit nämlich, wo die meisten aufgrund unseres unabkömmlichen Lebensstils pflegebedürftig werden. Dann kann sich erst das wahre Gesicht des Singleismus offenbaren.

All das hat etwas mit „geringerem Einlassen“ zu tun: man hält sich alle Optionen möglichst lange offen. Es geht dabei vordergründig um Freiheit, aber es kommt hintergründig eine ganz eigenartige Form von Freiheit dabei heraus. Die Schattenseite enthüllt der ganze Bereich der Beziehungsindustrie für Singles. Es gibt schon Zeitungen für und Partys, Reisen werden organisiert und alles zu dem einen Zweck nur nicht Single bleiben zu müssen, jedenfalls kurzfristig nicht. Es wird ein ziemlicher Wirbel geschlagen, um die Singles bei Stimmung zu halten und natürlich um an ihnen zu verdienen. Aber ersteres ist gar nicht so leicht. Wenn man mit Singles spricht, was Therapeuten und Beratern ja zunehmend möglich wird, spürt man die große Sehnsucht nach Beziehung.

Betrachtet man das Thema mit etwas Distanz, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die, die keine Beziehung haben, unbedingt eine wollen, während die, die eine haben, unbedingt da heraus wollen, oder jedenfalls oft schwer damit und darum kämpfen.

In einer Gesellschaft wie unserer, wo alle uralt werden wollen, dann aber niemand alt sein will, ist natürlich Unglück vorprogrammiert. Wenn alle etwas werden wollen, was nachher niemand sein will, kann das nicht gutgehen.Wären wir in unseren Partnerschaften tatsächlich entwicklungsfreundlich, wäre das eine wunderbare Möglichkeit. Der eine wächst ein Stück, der andere noch mehr. Und so schaukelt sich das wunderbar auf. Die meisten Menschen leben aber nach dem Konzept: Hoffentlich geschieht nichts! Hoffentlich passiert nichts! So verabschieden sich Partner oft, wenn sie irgendwo hinreisen oder einen Therapieversuch machen. Wer das ernst meint, könnte gleich zu Hause bleiben. Warum sollen sie denn irgendwo hinfahren oder eine Therapie versuchen, wenn sie ohnehin nicht wollen, dass etwas geschieht. Dieses Muster überträgt sich auf alle möglichen Lebensstrukturen. Viele aber leben nach dem Konzept: „Ich liebe dich so, wie du bist. Dann bleib gefälligst auch so, wie du bist. Und du liebst mich ja auch so, wie ich bin. Also bleibe auch ich so, wie ich bin.“ Man macht außen einen Zaun herum und dann bleibt alles so wie es ist. Das ist natürlich sehr entwicklungsfeindlich und funktioniert zum Glück nicht.

Wenn einer von beiden anfängt, sich zu entwickeln, beginnt nicht selten auch schon die Krise. Häufig ist es das Mädchen, das ein Kind will. Im Idealfall entwickeln natürlich beide diesen Wunsch. Das Mädchen wird bei der Geburt nicht nur rechtlich Mutter, sondern auch in übertragener und seelischer Hinsicht und damit eine erwachsene Frau. Ihr Bub wird aber nur rechtlich Vater und im allgemeinen nicht seelisch erwachsen. Jedenfalls ist der Weg für ihn viel schwieriger. Die Geburt bringt den Jungen in eine schwierige Situation. Wenn es eine Geburt im modernen Sinne der französischen Gynäkologie nach Lebojer oder Michel Odent ist, wird sie aus der Kraft heraus einem Kind das Leben schenken. Das ist ein unglaubliches Erlebnis, das sie total verändern wird. Wenn er dafür die Offenheit nicht hat und nicht wirklich mit ihr verbunden bleibt, sondern – wie das viele Buben machen – nach unten hinschauen, dorthin wo die Musik spielt, wo etwas passiert, dann wird er eher ungute Gefühle entwickeln. Das Geburtsgeschehen ist ihm natürlich gänzlich fremd und meist gar nicht so, wie er sich das vorgestellt hat. Er ist folglich nicht in seiner Kraft und unter Umständen geht es ihm nicht einmal gut dabei.

Aus dieser Situation leiten sich häufig Beziehungsprobleme ab, über die man allerdings bei uns nicht sehr viel redet. Sie werden auf andere, häufig körperliche Dinge projiziert. Da wird dann plötzlich von männlicher Seite das Stillen dafür angeschuldigt, daß die Beziehung nicht gut weitergeht, die Konkurrenz um die Brust ist sicherlich vorhanden, aber sie ließe sich schon irgendwie regeln. Auch die angeblich veränderte Anatomie im Scheidenbereich, die nicht selten für den Verfall des Sexuallebens haftbar gemacht wird, ist ein halbes Jahr nach der Geburt gar kein Thema mehr. Was sich wirklich verändert hat, ist die Tatsache, daß sie jetzt eine erwachsene Frau ist. Er konnte zwar sexuell seinem Mädchen gut begegnen, aber mit einer erwachsenen Frau wird er nicht unbedingt fertig. Daraus entstehen Probleme, insbesondere dann, wenn er flüchtet statt standzuhalten und versucht, ein neues Mädchen zu finden. Daraus entsteht in der Regel Leid für alle vier Beteiligten.

Wenn wir schauen, wie Beziehungen entstehen, sieht man, daß das oft aus der Hoffnung heraus geschieht, sich damit das Leben leichter zu machen. Das ist natürlich mit dem Konzept, das ich jetzt angedeutet habe, nicht mehr sinnvoll. Wer eine Beziehung will, um sich das Leben leichter zu machen, dürfte nicht auf die Beziehung zum Heil, sondern müßte auf die zum Wohl zielen. Dann stellt sich natürlich gleich die Frage, ob man sich nicht lieber eine Haushälterin oder einen Butler suchen sollte. Wenn man die Beziehung zum Heil will, muss man sich auch klar machen, dass da Wachstum gefordert ist. Vollständiger, heiler werde ich nur, wenn ich Fehler eingestehe und Fehlendes integriere. Dann könnte ich in jeder Enttäuschung das Ende einer Täuschung erkennen und daraus eine Chance machen.

Tatsächlich sind wir aber eher relativ schnell genervt von Enttäuschungen. Wir wollen uns nicht täuschen und auch keine Fehler machen. Und wenn wir welche machen, gestehen wir sie uns nicht ein. Wenn wir uns getäuscht haben, verdrängen wir die Enttäuschung. Wir wollen uns ja auch möglichst nie entschuldigen. Wenn wir auf den eigentlichen Sinn dieser Worte schauen würden, wäre alles so einfach. Der Fehler bringt uns Fehlendes, die Enttäuschung beendet eine Täuschung, und die Entschuldigung würde uns von der Schuld befreien. Wir entschuld(ig)en uns damit ja tatsächlich. Aber natürlich auch nur, wenn wir uns wirklich richtig entschuldigen und das in unsrem Innersten auch so meinen. Nur so pauschal dahingesagt bringt es natürlich wieder gar nichts oder sogar das Gegenteil. Das verschärft sogar den Konflikt und das Problem oft genug noch. Wenn ich den Fehler oder das Problem aber wirklich eingestehe und mich dafür ehrlich entschuldige, hat das etwas Erleichterndes. Der andere kann es in aller Regel auch annehmen.

 

 

By |Juni 7th, 2012|

„SEI DU SELBST DIE VERÄNDERUNG, DIE DU DIR WÜNSCHT FÜR DIESE WELT“ Mahatma Gandhi

Negative Umstände wandeln…gelesen bei Robert Betz… In dieser großen Umbruch- und Transformationszeit zeigen die folgenden fünf Schritte den Weg hinaus aus dem stress- und leidvollen und lustlosen Leben, mit dem sich viele Menschen noch abfinden. Sie bezeichnen große innere Schritte, die jeder Veränderung im Außen vorausgehen.
Übernimm deine Verantwortung als Schöpfer!

Copyright by René Sputh, www.sputh.de

Öffne dich dem Gedanken, dass du das, was du heute in deinem Leben vorfindest (in deinem Körper, deiner Beziehung, deiner Arbeit etc.) einmal selbst erschaffen hast, vor allem durch dein unbewusstes Denken, Sprechen und Handeln. Durch diesen Schritt kommst du aus der gelernten Rolle eines Opfers raus in die kraftvolle Position eines bewussten Schöpfers, eines Menschen, der sein Leben in die Hand nimmt.

Erkenne an, was jetzt ist!
Egal, was dich jetzt bedrückt, ärgert oder belastet: Sage JA zu dem, was du jetzt in deinem Leben vorfindest, denn alles muss einen Sinn haben. Es gibt nichts Sinnloses im Leben, auch wenn es sich oft so anfühlt. Den Sinn können wir jedoch nur erkennen, wenn wir uns der Einstellung öffnen, dass es immer einen Sinn gibt hinter allem. All unsere Schöpfungen wünschen sich unsere Wertschätzung, Anerkennung und Aufmerksamkeit, unser großes „JA, du darfst jetzt da sein“. Was ich wegmachen will, das muss bleiben, denn: „Was du ablehnst, das ermächtigst du!“
Nimm deine Urteile zurück und praktiziere Vergebung

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Erkenne, dass und wie du dich selbst und andere verurteilt hast. Jeder Verurteilung einem anderen gegenüber liegt immer eine Selbst-Verurteilung zugrunde. Öffne dich dem Gedanken, dass du es wie jeder andere immer so gut gemacht hat, wie du bzw. er konnte. Nur auf diesem Weg kann Frieden entstehen, in dir und in der Welt draußen.

Fühle deine Gefühle bejahend!
Unsere negativen Gefühle wie Angst, Trauer, Wut, Ohnmacht, Scham, Schuld usw. sind unsere eigenen Schöpfungen. Wir erschufen und nährten sie durch eine Unmenge an unwahren Gedanken über uns, das Leben und die anderen. Diese Gedanken haben wir meist seit der Kindheit von anderen übernommen und sie erzeugen die Energie von Emotionen. Da diese Gefühle deine eigenen Schöpfungen sind, wünschen sie sich, endlich von dir bejahend gefühlt zu werden. Nur dies bringt sie ins Fließen und sie können deinen Körper verlassen. Verdrängte, abgelehnte Gefühle sind die größte Ursache für körperliche Krankheiten.
Triff eine neue Wahl!

René Sputh, www.sputh.de

Wenn du erkannt hast, wie du Mangel, Krankheit, Unglück, Stress u.a. erschaffen hast, erkennst du, dass du die freie Wahl hast, dich neu zu entscheiden. Hierzu lädt dich das Leben ein. Entscheide dich neu! Wofür? Zum Beispiel für Bewusstheit statt Unbewusstheit; für Frieden mit dir selbst und mit allen anderen statt für Verurteilung, Kampf und Krieg; für Freiheit statt Unfreiheit; für die Liebe statt für die Angst.

By |März 6th, 2011|