Lust auf Selbstliebe

Vom Essensfrust zur Liebeslust

Hast du dir schon einmal folgende Frage gestellt: Warum soll dich irgendjemand mögen, wenn nicht einmal DU dich liebst?

Sich selbst lieben bedeutet jedoch keinesfalls ein Egoist zu sein, der auf eine narzisstische Art in sich selbst vernarrt ist. Oskar Wilde sagt: „Eigenliebe ist der Beginn einer lebenslangen Romanze. So vielen fällt diese Eigen- oder Selbstliebe so schwer. Vielleicht, weil ihnen eingetrichtert wurde, sie sei unsozial oder unschicklich. Sie hat jedoch maßgeblich mit Selbstannahme und bewusster Selbstzuwendung zu tun.

Mangelnde Selbstliebe ist die Ursache für die meisten Probleme der Menschen. Nur dann sind wir auf einer ewigen Suche nach Anerkennung, Bestätigung und Liebe von anderen. Wir erwarten dann oft vergeblich (!) auf etwas, was wir uns selbst nicht geben können. So wird niemals der erhoffte Traumprinz oder die Traumprinzessin kommen und uns glücklich machen.

Seit unserer Kindheit wissen wir, dass wir den Nächsten lieben sollen. Das steht schon in der Bibel. Doch das steht auch: „Wie dich selbst!“ – Liebe den nächsten wie dich selbst. Und genau dieser zweite Teil des Satzes wird einfach vergessen. Liebe beginnt grundsätzlich zuerst bei uns selbst. Wer sich selbst nicht liebt, kann auch andere Menschen nicht lieben.

Wir sind zuerst für uns selbst verantwortlich, dann kann sich der Raum für andere öffnen. Im Flugzeug sollen wir im Notfall zuerst uns selbst mit der Sauerstoffmaske versorgen, dann – so ist es sogar im Sicherheitsfilm zu sehen und zu hören – den Kindern und anderen mitreisenden Passagieren helfen.

Egoistisch sind wir nicht deshalb, weil wir uns selber zu sehr lieben, sondern weil wir uns zu wenig lieben. Wenn wir uns in unserem tiefsten Innern ungeliebt fühlen, uns aber um dieses Gefühl nicht kümmern, weil wir es verdrängt haben, dann werden wir bedürftig, gierig, ja süchtig nach der Liebe anderer. Das können wir in Safi Nidiayes „Das Tao des Herzens“ nachlesen.

Selbstliebe darf geübt werden – wie übrigens alles, was wir lernen und in unserem Alltag integrieren wollen, trainiert und geübt werden darf. Einfach TUN – so heißt hier das Motto.

Dieses Selbstliebe-Programm wird dir helfen, dich immer mehr selbst zu akzeptieren und selbst zu lieben:

Sei dir selbst dein bester Freund

  • Die wichtigste Beziehung im Leben ist die Beziehung zu sich selbst. Aus diesem Grund machst du dich selbst zu deinem besten Freund.
  • Wie behandelst du Freunde? Kritisierst du ständig deine Freunde? Nörgelst du permanent an deinen Freunden herum? Akzeptierst du deine Freunde so, wie sie sind?
  • Warum tust du das alles dann bei dir? Behandle dich in Zukunft so wie deinen besten Freund!

Lobe dich für Dinge, die dir gelingen, und sei stolz auf dich

  • Eine sehr interessante Übung: Erinnere dich an sieben Dinge, die dir in der Vergangenheit gelungen sind. Auf was kannst du stolz sein? Was kannst du besonders gut?
  • Du findest nichts? Du meinst, dass das ein oder andere nicht zählt, dass das nichts Besonderes ist?
  • Würdest du deinen besten Freund dafür loben? – Dann erinnere dich an den ersten Tipp des Selbstliebe-Programms.
  • Genau so, wie du jetzt aus der Vergangenheit diese Dinge gefunden hast, kannst du jetzt jeden Tag (!) am bestens abends darüber reflektieren, auf was du heute stolz sein kannst, was dir heute gut gelungen ist. Dir fällt nichts ein? – Denke an den besten Freund :-)

Zeit für sich selbst – Mit der Spiegelübung

  • Nimm dir jeden Tag mindestens 15 Minuten für dich selbst.
  • Alles scheint im Alltag wichtig zu sein, und so neigen wir dazu, uns selbst dabei zu vergessen, uns keinen oder nicht genügend (Zeit-)Raum zu geben.
  • Eine wunderbare Übung, die wir tagtäglich in unserem Selbstliebe-Programm fest einplanen dürfen, ist die Spiegelübung. Nicht einfach, wenn wir sie das erste Mal machen, sie kostet im ersten Anlauf oft Überwindung – doch haben wir ja in Zeiten, als wir noch nicht laufen konnten, auch gaaaanz viel Geduld mit uns gehabt. Wir sind im Laufe von Tagen, Wochen, Monaten hunderte Male hingefallen. Dennoch haben wir ohne Selbstverurteilung einfach weitergeübt.
  • Und genau so machen wir das jetzt auch mit der Spiegelübung: Anfangs mag sie weh tun, unserer innerer Schweinehund wird uns sagen, dass das ja blöd und völlig unsinnig ist – doch wir machen sie trotzdem :-)
  • Stelle dich vor einen Spiegel. Die ganz Mutigen stellen sich von Anfang an nackt davor – die weniger Mutigen fangen mit dem Gesicht an und stellen sich nach spätestens sieben Tagen auch unbekleidet vor diesen Ganzkörperspiegel.
  • Schaue dich wohlwollend an. Schaue dir in die Augen. Von den Augen über das ganze Gesicht, die Nase, den Mund, das Kinn, die Haare… dann der Hals, die Schultern, der Busen, der Bauch, dein Unterleib, die Beine, die Füße… Welches Gefühl hast du? Zur Erinnerung: Du bist dir dein bester Freund!
  • Jetzt sprichst du laut aus: „Ich liebe mich so, wie ich bin, mit all meinen Stärken und auch mit meinen Schwächen!“ oder „Wow, heute sehe ich wieder toll aus!“ Das mag dir albern und überzogen erscheinen, doch Gedanken sind Kräfte, Gedanken neigen dazu, sich zu realisieren.

Diese Spiegel-Übung ist erfahrungsgemäß für die meisten Männer leichter als für Frauen. Frauen unterliegen tendenziell stärker dem von der Gesellschaft aufgebauten Druck, unbedingt schön und makellos sein zu müssen. Sie haben mehr Probleme, ihre körperlichen „Schwachstellen“ anzunehmen.

Anfangs ist diese Übung eine große Herausforderung – spiele einfach damit, gehe mit Leichtigkeit ran. Selbstannahme und Selbstliebe sollte keinem Leistungsdruck unterliegen. Für den einen ist das einfacher, bei anderen dauert es etwas länger. Das Geheimnis liegt darin, sich nicht ständig mit anderen zu vergleichen. Bleibe einfach bei dir, schaue nur auf dich – Byron Katie sagt: „Es gibt meine Angelegenheiten, es gibt die Angelegenheiten der anderen und die des Universums.“ Dein Körper ist DEINE Angelegenheit, nimm ihn an, liebe ihn. Nur mit dieser Liebe, die ihn durchdringt, werden Veränderungen möglich!

Tipps zur Selbstliebe

Ich habe ein Selbsthilfe-Programm zusammengestellt, welches dich unterstützt, dich immer mehr selbst zu akzeptieren und selbst zu lieben – Informiere dich hier: https://www.heikeholz.de/individualprogramm/

Der Weg zu einem erfüllten Leben

Mehr Tipps, wie du einem erfüllten, reichen Leben näher kommst und Herausforderungen positiv begegnest, findest du auch in meinem Buch „Glücklich sein verleiht Flügel“ – ein Buch, was wahrlich Flügel verleiht… :-)

 

MerkenMerken

MerkenMerken

By |März 14th, 2018|

Sinn und Unsinn des Lobens

„Nix g’schimpft ist g’nug g’lobt.“

Sie kennen sicherlich diesen schwäbischen Ausspruch, der sich leider durch unsere gesamte Kultur zieht. Doch wie fühlen wir uns tatsächlich, wenn wir für unser Tun, unsere Leistung, ja – sogar für unser „Sein“ überhaupt kein Feedback erhalten. Kein positives Wort, kein anerkennender Blick – wenn alles wie selbstverständlich hingenommen wird.

Lob ist Balsam für die Seele

Für unser Selbstvertrauen und Wohlbefinden ist es nachweislich enorm wichtig, gelobt zu werden. Das spornt uns an, wir empfinden mehr Freude. Unsere Einsatzbereitschaft steigert sich automatisch. Fehlt diese Anerkennung, die Wahrnehmung dafür, dass wir Gutes geleistet haben, sinkt unsere Leistung.

Im ersten Moment mögen wir denken, dass Geld der große Motivator ist. Doch wurde hier in Experimenten herausgefunden, dass dies nur eine kurzfristige Befriedigung darstellt. Die wirkliche „Bezahlung“ ist das ehrlich gemeinte Lob.

Dies wusste auch schon der amerikanische Stahlmagnat Charles M. Schwab. Dale Carnegie berichtet in seinem Buch „Wie man Freunde gewinnt“ von der persönlichen Aussage des Industriellen, dass vor allem Anerkennung und Aufmunterung die besten Kräfte in einem Menschen mobilisieren. Von ihm stammt der Gedanke:

„Ich bin bis heute niemandem begegnet, wie berühmt er auch sein mochte, der nicht nach einer
 Anerkennung besser und einsatzfreudiger gearbeitet hatte als nach einem
 Tadel. Ich betrachte meine Fähigkeit, die Menschen zu begeistern, als
 meinen größten Vorteil.“

Doch wie sieht es tatsächlich in unsere Gesellschaft aus?

Ganz schnell sprechen wir von Lobhudelei, von „Einschleimen“, davon, dass die Leistung des anderen eine Selbstverständlichkeit sei. Traurig, wie ich finde. Vielmehr wird getadelt, wird auf das Negative geschaut. Das beobachten wir nicht nur, wenn es um Menschen geht. Viele suchen nach Kritikpunkten am Urlaubsort, im Hotel, im Restaurant – wir sehen nicht die 90 Prozent, die hervorragend sind, sondern stürzen uns auf die 10 Prozent, die sich nicht optimal darstellen.

Das weiße Blatt Papier

Das ist wie bei einem weißen Blatt Papier, auf dem ein schwarzer Punkt zu sehen ist. Wenn ich dieses Experiment bei meinen Seminarteilnehmern durchführe und ich diese frage, was sie sehen, dann antworten nahezu alle: „Einen schwarzen Punkt!“ – In den seltensten Fällen kommt die Antwort: „Ein weißes Papier mit einem schwarzen Punkt.“

„Tadeln ist leicht; deshalb versuchen sich so viele darin“

So sagt der deutsche Maler Anselm Feuerbach im 19. Jahrhundert. Interessanterweise wurde er im Ausland gefeiert, im eigenen Land kritisiert. Auch das kennen wir oft aus eigener Beobachtung oder sogar bitterer Erfahrung: Der Prophet zählt im eigenen Land nichts. Auch in der heutigen Zeit müssen Künstler, Schauspieler, Sänger diese traurige Erfahrung machen. Selbst Trainer, Coaches, Therapeuten etc. berichten von ähnlichen Erfahrungen.

Warum wir uns so schwer tun

Jetzt stellen wir uns die Frage, warum wir uns damit so schwer tun. Hat es etwas damit zu tun, dass wir dem anderen den Erfolg nicht gönnen? Spielt Neid und Missgunst eine Rolle? Meinen wir, der andere würde schlechter in seiner Leistung werden, wenn wir positive Worte finden? Oder würde ein Mitarbeiter beispielsweise mehr Gehalt fordern, wenn er auch von außen hört, dass er gut ist?

„Mit
 Verstand loben ist schwer; darum tun es so wenige.“
 

Auch diese Aussage stammt von Anselm Feuerbach. Was bedeutet dies jetzt für uns? Loben Sie ehrlich und ohne Gewinnabsicht. Loben Sie also nicht, um sich selbst Vorteile zu verschaffen. Loben Sie um des Lobens willen, einfach ehrlich, authentisch, aus dem Herzen heraus. Loben Sie einfach, um den anderen Menschen eine Freude zu bereiten – das ist das edelste Motiv. Weil Sie wissen, dass es dem anderen gut tut – Sie wissen das nicht nur, Sie werden es auch spüren.

Wenn das Herz hüpft

Probieren Sie es einfach mal aus. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass das Herz regelrecht hüpft, dass der gesamte Körper mit Glückshormonen überschwemmt wird, wenn wir echt und aus vollen Herzen gelobt werden. Und was gibt es Schöneres, als wenn wir von unserem Gegenüber nach unsere positiven Worten angestrahlt werden, dessen Augen leuchten und wir mit einem herzerwärmenden Lächeln belohnt werden?

Willst du mehr für dich und deine persönliche Weiterentwicklung tun?

Dann informiere dich hier: https://www.heikeholz.de/individualprogramm/

Wie es besser mit dir und den anderen geht…

Mehr Tipps, wie wir im Leben besser zurecht kommen, findest du auch in meinem Buch „Glücklich sein verleiht Flügel“ – ein Buch, was wahrlich Flügel verleiht… :-)

Mehr mit offenen Herzen leben…

…indem wir mit den richtigen Pflanzenwurzeln das gesamte Herzsystem unterstützen. „Herzkraft“ von Ethno-Health enthält hochwertigste Wurzeln, die uns innerlich stärken. Hier gibt’s nähere Informationen

 

 

 

By |August 28th, 2017|