Von Macht und Großzügigkeit

Eine Dame fragt: „Wie viel verkaufst du deine Eier?“ Der alte Verkäufer antwortet: „50 Cent pro Ei, Madam“. Die Frau sagt: „Ich nehme sechs Eier für 2,50 € oder ich gehe.“ Der alte Verkäufer antwortet ihr: „Kaufen Sie sie zu dem Preis, den Sie wollen, Madam. Es ist ein guter Anfang für mich, weil ich heute kein Ei verkauft habe und ich es zum Leben brauche.“

Sie kaufte ihre Eier zum Marktpreis und ging mit dem Gefühl, dass sie gewonnen hatte. Sie stieg in ihr elegantes Auto und ging mit ihrer Freundin in ein elegantes Restaurant. Sie und ihre Freundin bestellten, was sie wollten. Sie aßen ein wenig und hinterließen viel von dem, was sie sich gewünscht hatten.

Dann bezahlten sie die Rechnung, die 400 Euro betrug. Die Damen gaben 500 Euro und sagten dem Besitzer des schicken Restaurants, er solle das Wechselgeld als Trinkgeld behalten.

(Quelle: Sarah Boutiouta)

Über Recht und Gerechtigkeit

Diese Geschichte mag für den Besitzer des Luxusrestaurants ganz normal erscheinen, doch wie empfinden wir gegenüber dem Eierverkäufer?

Was treibt uns an, dem Eierverkäufer nicht den vollen Preis zu bezahlen?

Ist es mehr als das Spiel, in dem es um Feilschen und Handeln geht? Ist es ein Machtgefühl, wenn wir von den Bedürftigen kaufen? Und warum sind wir großzügig denen gegenüber, die unsere Großzügigkeit gar nicht brauchen?

Voller Würde schenken

In einer Biographie (ich weiß nicht mehr von wem) las ich folgendes: „Mein Vater kaufte früher Waren von den Armen zu hohen Preisen, auch wenn er diese Dinge nicht brauchte. Manchmal hat er mehr für sie bezahlt. Ich war erstaunt. Eines Tages fragte ich ihn: „Warum tust du das, Dad?“ – Da antwortete mein Vater: „Das ist Wohltätigkeit, die in Würde gehüllt ist, mein Sohn.“

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